27 Stadträte haben in der Stadt Wanzleben - Börde am Donnerstag ihre Arbeit aufgenommen. In der ersten Stadtratssitzung nach den Kommunalwahlen am 25. Mai ging es vor allem um Personalien und Formalien.

StadtWanzleben-Börde l Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Petra Hort (Die Linke)wollen 27 Stadträte aus den Ortschaften der Stadt Wanzleben - Börde Entscheidungen treffen und die Verantwortung für die weitere Entwicklung der Einheitsgemeinde bis in das Jahr 2019 übernehmen. "Wir wollen konstruktiv zusammenarbeiten, das schließt aber nicht aus, dass wir uns einmal streiten", sagte die Bürgermeisterin. Wichtig sei es, dass trotzdem Entscheidungen getroffen würden, die die Stadt Wanzleben - Börde voranbringen.

Die Verpflichtung der neuen Stadtratsmitglieder auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten übernahm das an Jahren älteste Stadtratsmitglied. Der 74-jährige Dr. Horst Lux (Die Linke) zeigte sich erst einmal überrascht, zu der Ehre gekommen zu sein: "Ich habe mich bisher nicht so alt gefühlt und werde auch oft mit `junger Mann` angesprochen, aber das zeigt, man soll seinen Gefühlen nicht zu sehr trauen." Seine Aufgabe meisterte er souverän, auch im Wissen, dass er seinen Platz neben der Bürgermeisterin bald wieder räumen durfte.

Denn dieser Platz ist dem Stadtratsvorsitzenden vorbehalten. Nach Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Martin Heine bekam Dr. Ernst Isensee (CDU) das mehrheitliche Vertrauen der Stadträte. "Ich war auch mit meinem Wahlergebnis zufrieden, aber solche Zustimmung aus dem Stadtrat heraus ist eine Verpflichtung", so Dr. Isensee, der künftig "überparteilich und korrekt gemeinsam mit seinen Stadtratskollegen weiter daran arbeiten möchte, die Einheitsgemeinde weiter zusammenzuführen". Die Stellvertreter an seiner Seite sind Norbert Hoße (Freie Wähler) und Tino Bauer (Die Linke). Beide wurden ebenso wie Dr. Ernst Isensee in offener Wahl mit großer Mehrheit gewählt und haben die Wahl angenommen.

Zu den ersten Aufgaben der Stadträte zählte es, die Gültigkeit der Wahlen zu den Ortschaftsräten zu bestätigen. Größtenteils gingen die Hände dabei geschlossen für eine Zustimmung in die Höhe. Die Entscheidung zur Bottmersdorfer Ortschaftsratswahl, die wohl Brisanz geboten hätte, wurde von vorn herein gecancelt. Personalien waren zudem bei der Besetzung der Ausschüsse des Stadtrates und für die Entsendung in Unterhaltungs- und Wasserverbände und Aufsichtsräte zu klären.

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