Reinigungskraft, Botin, Sekretärin und mehr - die Arbeit von Edelgart Kube (51) in der Gemeinde Völpke/Badeleben lässt sich nicht mit einem Wort bezeichnen. Wesentlich griffiger ist die Zeitspanne, in der sie das nun schon tut: exakt 25 Jahre.

Völpke l Für drei Bürgermeister war Edelgart Kube seit 1989 eine Art rechte Hand. Der aktuelle, Wolfgang Smolin, hat diese lange Hingabe für die Gemeinde nicht aus den Augen verloren und seine Mitarbeiterin am Tag des Dienstjubiläums mit Präsent und Danksagung überrascht. Eine langlebige Gartenpflanze fürs heimische Beet in Badeleben gab`s für die treue Seele des Bürgerzentrums. "Selbstverständlich überreicht man zu so einem Anlass keinen vergänglichen Blumenstrauß", ließ Smolin wissen und legte mit der Ehrenurkunde für die im öffentlichen Dienst geleistete Arbeit noch eine Anerkennung im Namen der Gemeinde nach.

Kube ist gebürtige Staßfurterin, hat im Salzland auch die Polytechnische Oberschule sowie die Ausbildung zur Fachverkäuferin absolviert. 1986 landete die verheiratete Mutter eines Kindes dann in Völpke, trat eine Stelle als Reinigungskraft in der Montanwachsfa- brik an. Mit 26 Jahren, zum 1. Juli 1989, schließlich folgte der Wechsel zur Gemeinde, der für die jetzt 51-Jährige "viel Neues und viel Freude" bedeuten sollte. Bis heute ist sie dabei geblieben - und "wird uns als helfende Hand hoffentlich noch lange erhalten bleiben", wünschte sich Smolin eine "weiterhin gute Zusammenarbeit".

Kube selbst beschreibt ihr Tätigkeitsgebiet bescheiden als "gemischte Aufgabe" von der Putzfrau bis zur Vorzimmerdame, "sozusagen ein Mädchen für alles, ob Raumpflege, Terminvergaben oder die Vereinbarung von Nutzungsverträgen". Der Bürgermeister unterstreicht lobend: "Sie ist verlässlich wie es im Buche steht, das ist noch gute, alte Schule. Der ganze tägliche anfallende Bürokram läuft dank ihr automatisch, ich muss mich da um nichts kümmern, kann mich ganz auf die Amtsgeschäfte konzentrieren." Ihm sei es wichtig und "eine Herzensangelegenheit", dafür Dank und Respekt zu zollen: "Eine Pflanze und eine Urkunde sind das Mindeste."