Einmal im Jahr wird in der Hamersleber Schule "Am Mühlenberg" ein großes Fest gefeiert. Beim diesjährigen Mühlenfest ging es für die großen und kleinen Gäste auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und in die Zukunft. Die Besucher des Festes waren von den Aufführungen und Präsentationen be- geistert.

Von Andrea Höde

Hamersleben l Der mit Wimpelketten und selbstgebastelten Windmühlen geschmückte Außenbereich der Hamersleber Schule "Am Mühlenberg" stimmte die Besucher schon so richtig auf das Fest ein. Auf der großen Freifläche waren Stühle aufgestellt und eine Bühne aufgebaut. Schnell waren alle Plätze des grünen Theaters besetzt und die Schulleiterin Karina Müller konnte die zahlreichen Festgäste begrüßen, bevor die Jüngsten der Schule mit ihnen auf eine Reise in die Zukunft gingen.

Kleine glitzernde Roboter tanzten und sangen sich sofort in die Herzen der Anwesenden. Danach zeigten und erzählten die älteren Schüler was heute modisch "in" ist und was man zu bestimmten Gelegenheiten trägt.

Weiter ging es in der Zeit zurück ins 20. Jahrhundert. Hier erfuhren die Zuschauer alles über die technischen Errungenschaften. Die Kinder hatten dazu entsprechende Bilder gemalt die auch an die Weltkriege und das Leid der Menschen erinnerten.

Und die Zeitmaschine in Hamersleben drehte sich unaufhaltsam weiter rückwärts. Ritter, Knappen und Burgfräuleins betraten die Bühne und wussten viel Interessantes über das Mittelalter zu berichten. Zum Abschluss zeigten die Schüler das Leben in der Steinzeit. Wobei sich in Hamersleben nicht nur die Schüler entsprechend der jeweiligen Epoche verkleidet haben.

"Es ist einfach schön, wenn unsere Kinder einem großen Publikum mal zeigen können, was sie gelernt haben und für ihre Aktionen gelobt werden."

Die Lehrer und pädagogischen Mitarbeiter standen ihnen in Sachen historischer Mode in nichts nach. Alle Darsteller bekamen vom begeisterten Publikum viel Applaus für diese Zeitreise.

Nach der Vorführung hatten die Gäste die Möglichkeit, bei den "Zeitreisenden" typische Getränke und Speisen ihrer Epoche zu probieren. So gab es am Stand des 20. Jahrhundert Fruchtbowle und "Kalte Schnauze". Die Steinzeitmenschen hatten ein Feuer entzündet und luden zum Stockbrot backen ein. Selbstgebackenes Brot mit Schmalz und Gurke gehörte zur Kost des Mittelalters und eine Stilberatung erfolgte am "heute"-Stand. Die "Mühlenbergfrüchtchen S-GmbH" bot unter anderem selbstgemachte Säfte, Essig, Sirup und Gelees, sowie Keramikartikel an.

Auch bestand während des Festes die Möglichkeit, zu spielen und zu malen. Zudem stand für die Gäste Kaffee und Kuchen zur Stärkung bereit. So war es in Hamersleben auch eine kulinarische Zeit- reise, bei der so mancher Besucher Köstlichkeiten neu oder auch wieder für sich entdeckte.

"Das war ein sehr gelungenes Fest", so das Fazit der stolzen Eltern beim Rundgang über das Schulgelände. Karina Müller bedankt sich schließlich bei allen, die zum Gelingen diese Mühlenfestes beigetragen haben. "Es ist einfach schön, wenn unsere Kinder einem großen Publikum mal zeigen können, was sie gelernt haben und für ihre Aktionen gelobt werden", so eine glückliche Schulleiterin am Ende der Veranstaltung.

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