Uhrsleben (il) lAus einem leckgeschlagenen 1000-Liter-Spezialbehälter sind am Freitagmorgen rund 70 bis 100 Liter Eisen(II)-chlorid ausgetreten. Die chemische Verbindung ist hochgiftig, ätzend und damit auch gesundheitsgefährdend.

Der Chemische Zug des Landkreises Börde und fünf freiwillige Feuerwehren rückten auf den Hof einer Spedition in Uhrsleben an, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern und die bereits
ausgelaufene Flüssigkeit mit einem Spezialmittel zu binden und aufzunehmen. Da weder die Haut noch Augen und Atemwege mit dem Stoff in Berührung kommen dürfen, wurden die 35 Atemschutgeräteträger der Feuerwehren Calvörde, Eimersleben, Erxleben, Ostingersleben und Uhrsleben in Schutzanzügen
abwechselnd eingesetzt.

Für die Bergung des im Behälter verbliebenen Stoffes
wurde ein neuer Spezialcontainer angefordert. Wie es zu dem Unfall kam, blieb zunächst ungeklärt. Wahrscheinlich war der ordnungsgemäß gesicherte Behälter bei einem Rangiermanöver leck geschlagen, als er gegen die Lkw-Wand gedrückt wurde. Personen kamen nicht zu Schaden.




Giftige Chemikalie ausgelaufen

Bei einer Spedition in Uhrsleben ist es zu einem Gefahrgutunfall gekommen. Mehrere Feuerwehren sind im Einsatz.

Fotos: Matthias Strauß