Der Seehäuser Ortsrat hat bei seiner ersten Sitzung erneut Eckhard Jockisch mit der Wiederwahl zum Ortsbürgermeister sein Vertrauen ausgesprochen. Die neun Räte wollen als eine der ersten Amtshandlungen den Weg zurück zum "Stadt Seehausen"-Titel ebnen. Das Recht hatte die Bördegemeinde mit der Gebietsreform 2010 verloren.

Seehausen l Die jüngst öffentlich gewordene Kehrtwende des Landes, dass die von Nachbarkommunen geschluckten Ex-Städte ihre einstige "Stadt"-Bezeichnung zurückfordern können, hat auch der Seehäuser Ortschaftsrat mit großem Interesse verfolgt. Eckhard Jockisch, der mit seiner bereits 14-jährigen Amtszeit in dieser Woche erstmals aus den Reihen des neuen Ortschaftsrates zum Gemeindechef wiedergewählt worden war, will den Antrag schnellstmöglich abschicken. Schließlich wurde Seehausen schon im 12. Jahrhundert als Stadt erwähnt. Mit der Gründung der Einheitsgemeinde vor vier Jahren musste der Titel jedoch ad acta gelegt werden. "2016 feiert Seehausen 1050-jähriges Bestehen. Bis dahin soll der Titelverlust von 2010 Geschichte sein. Der neugewählte Rat wird sich auch um die Vorbereitungen auf das große Stadt-Jubiläum kümmern", zählt der für die nächsten fünf Jahre einstimmig Gewählte die gesteckten Ziele auf. "Allen voran steht aber der Kampf um den Erhalt der Grundschulen", fügt der 70-Jährige hinzu. Außerdem soll die Sanierung des Panneturms, der Abriss der maroden, leerstehenden Kaufhalle und der Ausbau des letzten innerorts verlaufenden B246a-Teilstücks realisiert werden.

Die CDU-Fraktion unter dem Vorsitz von Thomas Leitel bilden ab sofort Dr. Helmut Schröder und Martin Heine, der zum 1. Stellvertreter des Ortsbürgermeisters gewählt wurde. Jörg Weisel lenkt als Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler /SPD mit Frank Müller, Dr. Ulrike Schröder, Kathrin Hanusch und Heiko Mollenhauer, der zum 2. Stellvertreter ernannt wurde, die Geschicke. Jener Fraktion gehört auch Eckhard Jockisch an.