Bis auf einige wenige Restarbeiten ist die Sanierung der Kirchenmauer in Groß Germersleben abgeschlossen. Aus der teilweise bereits eingestürzten Mauer ist wieder ein Schmuckstück geworden. Da ist schon jetzt zu erkennen.

GroßGermersleben l Anfang Juni haben Tief- und Bauarbeiter aus Firmen der Region begonnen, die Mauer an der Kirche von Groß Germersleben zu sanieren. Da die Arbeiten in den Bereich des Denkmalschutzes fielen, wurde zunächst eine sogenannte Probefläche gestaltet. Nach Abnahme durch die Denkmalschutzbehörde konnten die Bauarbeiter die begonnene Arbeit fortsetzen. Seitens des Denkmalschutzes bestand auch die Auflage, mindestens 20 Prozent der alten Steine bei der Sanierung wiederzuverwenden. Dieses Ziel konnte erfolgreich umgesetzt werden, berichtet Angela Woldt von der Hochbauabteilung der Stadt Oschersleben. Die Verbindung von alten und neuen Steinen in der Kirchenmauer sei sehr gut gelungen. Um die Mauer dauerhaft vor Umwelteinflüssen zu schützen, erfolgte eine Abdeckung der Mauer mit Steinplatten. "Noch ist die Mauer nicht gänzlich verfugt. Auch sind noch einige Erd- und Tiefbauarbeiten zu erledigen. Erst danach wird die Abnahme der Kirchenmauer erfolgen", so Angela Woldt.

Bei der Sanierung der Kirchenmauer halfen Fördermittel, die Stadtkasse Oscherslebens zu entlasten. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte der Manager der Leader-Aktionsgruppe "Börde", Wolfram Westhus, einen Fördermittelbescheid an Bürgermeister Dieter Klenke übergeben. Bewusst war mit dem Beginn der Sanierungsarbeiten bis Mitte 2014 gewartet worden, weil nicht genau eingeschätzt werden konnte, wie aufwändig sich die Arbeiten tatsächlich gestalten und wie lange sie dauern werden.

Als nun die Bauarbeiten begannen, sollte sich herausstellen, dass es vor allem Baumwurzeln waren, die die alte Mauer regelrecht aus den Fugen geraten und teilweise bereits einstürzen ließen.

Etwa zwölf Wochen waren für die Arbeiten an dem rund 60 Meter langen Abschnitt eingeplant. Rund 130 000 Euro solle die Sanierung kosten. Das Stadtsäckel werde durch etwa 80 000 Euro Fördermittel entlastet.

 

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