Oschersleben l Zum Teil sehr kontrovers wurde in den vergangenen Wochen in Oschersleben eine Diskussion zum Thema Burg geführt. Für die Bewos ist die Wiederbelebung des Burgareals ein wichtiges Projekt, welches in Zusammenarbeit mit der Stadt realisiert werden soll. Vielfältig könnte die künftige Nutzung der historischen Flächen sein. Das wurde in diesen Tagen während eines Sommerfestes deutlich.

"Wir haben die Mitglieder des Stadtrates und auch andere Gäste eingeladen, um fernab vom Ratstisch bei Getränken und einem zünftigen Imbiss zwanglos auf historischem Areal ins Gespräch zu kommen", so Bewos-Geschäftsführer Thomas Harborth. Die Einladung zu diesem besonderen Sommerfest hatten zahlreiche Stadträte und auch Landrat Hans Walker angenommen. Und die Männer und Frauen ließen sich nicht lange bitte und begaben sich auf einen ausgiebigen Rundgang durch das alte Gemäuer, schauten in die Kellergewölbe, in die möglicherweise künftigen Räume des Archivs und stiegen hinauf in das Dachgeschoss, wo Büroräume entstehen sollen. Hoch oben genossen die Besucher einen tollen Ausblick über Oschersleben und Umgebung.

Die Führung der Gäste hatte Simone Giermann als Projektleiterin übernommen. Dabei und in weiteren Gesprächen erfuhren die Männer und Frauen, dass das Gebäude weiter entkernt werden muss und Balken sowie Fußböden, mag das Holz auch noch so stabil aussehen, aufgrund seiner Belastung raus muss. Etwa 2,4 Regalkilometer würden gebraucht, um das Archiv von Kreis und Stadt unterzubringen. "Wir denken ebenso über das Schaffen eines Veranstaltungsraumes nach, wo Vereine auch proben könnten. Platz für 199 Personen soll dieser Raum mit Bühne bieten", berichtet Thomas Harborth von weiteren Visionen zur künftigen Burgnutzung.

Das Sommerfest nutzten ebenso Studenten des Studien- ganges Bauingenieurwesen der Hochschule Magdeburg/Stendal, um ihre Projektstudie zum alten Bahnhofsgebäude Oschersleben vorzustellen. Dabei fanden die Studenten zahlreiche interessierte Zuhörer.