Hordorf l Gut ein halbes Jahr liefen die Vorbereitungen für das diesjährige Hordorfer Schützenfest. Schon früh waren sich die Schützen und Kameraden einig, dass sie gemeinsam die Jubiläen der Feuerwehr und das Schützenfest feiern werden. "Zwei Feste sind für ein kleines Dorf wie Hordorf zu viel", meint auch Tino Heinisch, Vorsitzender des Schützenvereins Hordorf.

Das Festprogramm wurde schließlich so abgestimmt, dass beide "Parteien" auf ihre Kosten kamen. Freitagabend und der Sonntag gehörte vorwiegend den Schützen, am Sonnabend hatten die Kameraden der Feuerwehr mit der Feier zum 120. Geburtstag und zum 55. Jahrestag des Spielmannszuges ihren großen Tag. Wobei der Sonnabend von den Schützen ebenso genutzt wurde, um die Könige des Jahrgangs 2014 auszuschießen. Neben dem Kinder-, Volks-, Jugend- und Schützenkönig wurde erstmals und eigens zu Ehren des Feuerwehrjubiläums ein Feuerwehrkönig ausgeschossen.

Schützenumzug holt Könige ab


Am Sonnabendnachmittag machten sich zahlreiche Festgäste auf den Weg zum Schießstand des Hordorfer Schützenvereins, um am Königsschießen teilzunehmen. Der Kinderkönig wird übrigens mit einem Pusterohr ermittelt, der Schützenkönig mit dem KK-Gewehr. Am Sonnabendabend zum großen Feuerwehr- und Schützenball wurden die Könige gekrönt. Am nächsten Morgen standen sie beim Schützenumzug im Mittelpunkt des Geschehens, wurden mit großem Kommando von zu Hause abgeholt. Neben den Schützen des heimischen Hordorfer Schützenvereins waren auch Gastvereine wie beispielsweise aus Alikendorf oder Günthersdorf vertreten.

Der Schützenverein Hordorf hat eine lange Tradition. Bereits 1860 gegründet, wurden Jahr für Jahr Schützenfeste gefeiert. Was nicht zuletzt angesichts zahlreicher Schützenscheiben an den Hordorfer Häusern sichtbar wird. Der Verein, heute von Tino Heinisch geführt, hat 37 Mitglieder. Diese haben sich eine moderne Schießanlage geschaffen, auf der unter anderem auch Kreismeisterschaften ausgetragen werden. Und wie Hauptmann Norbert Wernicke berichtet, treffen sich die Schützen gern auf dem Schießstand, zum Erfahrungsaustausch und zum Training. Von jeher gäbe es zudem eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr im Ort. Es werden Veranstaltungen gemeinsam abgestimmt und organisiert.

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