Die ehemalige Landhotel-Immobilie im Ortskern von Bottmersdorf putzt sich. Investor Damas Goldmann, der das Anwesen 2013 gekauft hat, will dem einstigen 35-Zimmer-Hotel wieder Leben einhauchen. Sein Bruder Robert Goldmann begleitet die Komplettsanierung bereits seit Februar. Wann der Bauplan für die Neueröffnung aufgeht, steht indes noch nicht fest.

Bottmersdorf l Seine besten Jahre hat das ehemalige Landhotel in Bottmersdorf längst hinter sich. Nur noch die klassisch eingerichtete Rezeption in Holzoptik samt der noch bestückten Zimmerschlüssel-Boxen erinnern an längst vergessene Hotelier-Zeiten, an die der neue Besitzer, Damas Goldmann, allerdings jetzt anknüpfen will. Der 70-jährige gebürtige Ungar, der heute in der Nähe von Stuttgart lebt, will der Immobilie wieder zu neuem Glanz verhelfen.

"Unser Plan sieht so aus, das ehemalige Hotel als Herberge oder Pension herzurichten und somit für den Tourismus in der Region wiederzubeleben. Beispielweise für die Besucher der Motorsportarena in Oschersleben", erklärt sein Bruder Robert Goldmann bei einem Vor-Ort-Termin. Der 62-Jährige begleitet und koordiniert die umfangreichen Sanierungsarbeiten auf der, wie er selber sagt, "Großbaustelle", bereits seit Februar. "Wir müssen hier im Prinzip alles renovieren. Vom Strom und Wasser angefangen, über die Heizungsanlage bis hin zu den Zimmern", berichtet Goldmann.

Jahrelang stand die Immobilie leer. Der neue Besitzer hatte es Anfang des Vorjahres erstanden. Für wieviel, das bleibt sein Geheimnis. Genauso wie das Investitionsvolumen, das nötig ist, um das ehemalige Hotel von oben bis unten zu sanieren.

Bereits mit Beginn des neuen Jahres gab das Brüder-Duo den Startschuss für seinen Pensions-Plan. "Wann genau wir Eröffnung unter dem Namen ,Landhotel Germania Bottmersdorf` feiern können, steht noch in den Sternen. Schließlich gibt es noch jede Menge zu tun."

Mittlerweile ist bereits die Fassade erneuert und in einem hellen Gelbton gestrichen worden. Gartenmöbel nebst Jacuzzi, dazu weiße, mondän anmutende Löwen-Figuren, die an großen, bepflanzten Blumenkübel thronen, zieren schon jetzt den Innenhof. Eine Wohnung mit separatem Eingang für den Betreiber wird derzeit an der Gebäudefront ausgebaut.

Küche ist betriebsbereit

Renoviert ist bereits die ehemalige 1840 erbaute Bauernstube. Auf dem abgeschliffenen Parkett stehen Sitzgruppen sowie ein Billardtisch aufgestellt. Über dem urigen Kamin läuft ein Flachbild-Fernseher, auf dem die Bauarbeiter in den vergangenen Wochen die Fußball-WM verfolgen konnten.

Im Eingangsbereich der zünftigen "Stube" sitzt eine große Buddha-Figur mit Blick auf drei an die Wand montierte Spielautomaten. "Wenn die Pension fertig ist, haben wir vor, hier auch wieder einen Ausschank mit einer kleinen Küche anzubieten", erzählt Robert Goldmann, der sich auch die Option für einen größeren Hotelbetrieb offen hält. "Um überhaupt Grund in die große, ehemalige Hotelküche zu bekommen, haben wir mehrere Wochen gebraucht. Nach der schweißtreibenden Putzaktion sind die Geräte und Einbauten nun endlich wieder sauber und betriebsbereit."

Brauchbar sei auch noch der möblierte Restaurantsaal der ehemaligen 35-Zimmer-Unterkunft. "Der könnte im Prinzip nach einer kompletten Reinigung des Teppichs und der Polsterung so wieder eröffnet werden", ist er sich sicher. Bis dahin müssten aber noch sämtliche Gästezimmer und Sanitäranlagen saniert werden.

 

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