Am Donnerstag endete das 13. Fußballcamp des VfB Oschersleben. 55 Jungen und Mädchen erlebten ereignisreiche Tage und wurden am Abend mit dem DFB-Abzeichen geehrt.

Oschersleben l Am Donnerstagvormittag herrscht reges Treiben auf der grünen Wiese des VfB in Oschersleben. 55 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 5 und 14 Jahren bolzen, jonglieren und köpfen die zahlreichen Fußbälle auf dem Platz. Damit folgten sie einer Einladung des Vereins sowie der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Bewos als Schirmherrin, um ihre fußballerischen Fähigkeiten verbessern und erweitern zu können.

"Fußball ist einfach das Größte für mich."

Teilnehmer Fabian Reschack

In Gruppen aufgeteilt, trainieren die Nachwuchs-Kicker beispielsweise Kopfball und Schuss auf das Tor, Dribbeln, Jonglieren, gegnerische Spieler ausspielen oder zielgenaues Flanken. "Auch Lauftraining stand schon auf dem Plan", erzählt VfB-Präsident Ralf Gottschlich. Doch als erstes habe am Montag die Errichtung der Zeltstadt angestanden. "Wir haben viele, die nicht aus Oschersleben kommen. Aber auch Einheimische übernachten bei uns in ihren eigenen Zelten", erklärt Gottschlich weiter.

Einer, der den weitesten Anreiseweg hatte, ist Fabian Reschack. Bereits das vierte Mal nimmt er am Camp teil. "Fußball ist einfach das Größte für mich", sagt der Blondschopf aus Stendal und tritt den Ball gekonnt zur Flanke. Fast ebenso sicher geht Phillip Braun mit dem weißen Leder um. Er dribbelt den Ball um aufgestellte Hindernisse und schafft so die Norm für das DFB-Abzeichen. "Ich bin nicht das erste Mal hier. Mein Vater meldet mich immer an. Am meisten machen mir die Übungen Spaß", sagt der Oschersleber.

"Fußball stand zwar im Vordergrund des Ferienlagers, jedoch nicht nur der Sport", betont Vereinschef Gottschlich. Nach dem Zeltaufbau wurden die Kinder das erste Mal überrascht: So hatte jeder einen roten Trikotsatz bekommen sowie eine Trinkflasche und einen eigenen Ball. "Das ist schon eine ganze Menge, wenn ich bedenke, dass die Eltern einen Unkostenbeitrag von nur 50 Euro zu berappen hatten", erklärte Gottschlich und bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den Sponsoren, ohne deren Zutun der moderate Teilnehmerpreis nicht zu halten gewesen wäre.

Denn außer dem täglichen Fußballtraining ist den Teilnehmern zudem ein durchweg abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten worden. So wurden der Wiesenpark in der unmittelbaren Nachbarschaft sowie der Reiterhof Behrens besucht. "Das war für mich der Höhepunkt dieser vier Tage. Ich dürfte sogar ein richtig großes Pferd reiten", erzählt die achtjährige Julia Schubert aus Oschersleben, nachdem sie ihren Fußball gekonnt durch einen Parcours dribbelt. Bereits das dritte Mal nehme sie am Camp teil, "weil mir Fußball so viel Spaß macht."

Als einen weiteren Höhepunkt bezeichnet der Vereins- präsident den Besuch des VfL Wolfsburg, zu dem seit Jahren partnerschaftliche Beziehungen bestehen. Im Inneren des Fanbusses konnten die Kinder die Geschichte des Vereins nachvollziehen und eine Kopie der Meisterschale von 2009 bestaunen. "Außerdem hatte der VfL einen Fußballparcours mitgebracht, der sofort aufgebaut und ausgetestet werden konnte", sagt Gottschlich.

Außerdem spricht der Präsident den zehn Trainern und Übungsleitern sowie den fünf Frauen, die sich seit Montag um die Verpflegung aller Teilnehmer kümmern, seinen großen Dank aus. Extra für diese vier Tage hätten die Ehrenamtlichen Urlaub genommen. "Doch auch den Eltern gilt unser Respekt. Jeden Tag wird hier selbstgebackener Kuchen für alle Teilnehmer vorbeigebracht."

   

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