Die Brache zwischen Fuchsberg und Fabrikstraße in Eilsleben soll mit Photovoltaikanlagen bebaut werden. Der Verbandsgemeinderat Obere Aller hat das nötige Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans mehrheitlich abgesegnet.

Eilsleben l Oft und lange wurde darüber spekuliert, was aus dem Areal Zuckerfabrik wird. Nun ist klar, dass auf dem seit langer Zeit brachliegenden Gelände aller Voraussicht nach ein Solarpark, ähnlich der Anlage im Gewerbegebiet Ovelgünner Straße, errichtet wird. Die von der Gemeinde zunächst stets angedachte Bebauung mit Eigenheimen wäre damit vom Tisch. Einem entsprechenden Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans hat der dafür verantwortliche Verbandsgemeinderat der Oberen Aller deutlich zugestimmt (21 Ja-, 2 Neinstimmen, 2 Enthaltungen).

Ratsbeschluss macht jetzt Verfahren möglich

Betroffen sind Flurstücke der ehemaligen Zuckerfabrik, Schlammteiche und Bahnflächen. Ziel der Planänderung ist die Ausweisung des jetzigen "Mischgebietes für Wohn- und Geschäftshäuser sowie für Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft" als "Sondergebiet für Freiflächenphotovoltaikanlagen".

Vorhabenträger ist die Enerparc AG mit Sitz in Leipzig. Das Unternehmen hatte Mitte Juni auch den Antrag bei der Gemeinde eingereicht, in der Absicht, auf den betreffenden Flurstücken die Kollektoren zu errichten. Dieses Vorhaben ist nach derzeitigem Stand aber nicht möglich, denn es widerspricht den aktuellen Darstellungen des Flächennutzungsplans. Dementsprechend soll er geändert werden, mit dem Ratsbeschluss kann das Verfahren dazu eingeleitet werden.

Das Unternehmen hat bereits zugesichert, die dadurch aufkommenden Planungskosten komplett zu übernehmen. "Der Verbandsgemeinde entstehen somit keinerlei Kosten", erklärte Bürgermeister Frank Frenkel, "der Vorhabenträger ist zugleich Kostenträger." Formell geregelt werden müsse das allerdings noch in einem so genannten städtebaulichen Vertrag. Dieser werde auch beinhalten, dass die Gemeinde Eilsleben weiterhin Eigentümerin der in Rede stehenden Flächen bleibt.