Hadmersleben l Die Hadmersleberin Ingelore Rehse ist noch immer sichtlich geschockt. Einen lauten Knall hatte sie am Freitagmorgen im unteren Flur des Doppelhauses, direkt gegenüber des historischen Rathauses, im Hadmersleber Breiteweg gehört. Nur wenig später stellte sie fest, dass es brennt. Sie alarmierte die Feuerwehr. Die Hadmersleber und Alikendorfer Kameraden rückten um 9.45 Uhr aus. Am Brandort angekommen, erkannten sie das gesamte Ausmaß des Brandes. Die Feuersbrunst hatte sich bis in das Dach hineingefressen. Daraufhin wurden die Feuerwehren Oschersleben und Groß Germersleben angefordert.

Am Ort des Geschehens ankommen, brannte bereits der Dachstuhl in voller Breite. "Um ein Übergreifen des Brandes auf das Nachbargebäude des Doppelhauses zu verhindern, ist die Drehleiter aus Wanzleben zusätzlich angefordert worden", sagte Oscherslebens Ordnungsamtsleiter Gerd Ludwig auf Volksstimme-Nachfrage.

Insgesamt 40 Kameraden hatten den Kampf gegen die Flammen aufgenommen. Andreas Ehrhardt von der Oschersleber Feuerwehr berichtete vor Ort, dass die Löscharbeiten aufgrund der starken Rauchentwicklung unter massivem Atemschutz erfolgen mussten. Selbst die Kameraden, die vom Korb der Drehleiter aus das Dach löschten, arbeiteten unter Atemschutz. Zudem gestaltete sich das Löschen als schwierig, da auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert war. "Diese können sie nie ganz stromlos schalten", erklärte der erfahrene Feuerwehrmann. Gänzlich konnte ein Übergreifen der Flammen auf ein unmittelbar angrenzendes Nachbarhaus nicht verhindert werden.

Kreisbrandmeister Kai Pluntke und Abschnittsleiter Ralf Lange machten sich noch am Vormittag ebenfalls ein Bild vom Ort des Geschehens.

Während der Löscharbeiten traf auch das Ehepaar Czeh ein, das die zweite Doppelhaushälfte bewohnt. Fassungslos standen beide vor den Resten ihres Hauses, dass sie selbst mit aufgebaut haben. Vorerst müssen sie und auch Ingelore Rehse eine neue Bleibe finden. "Das jedoch ist das kleinere Problem. Was von dem, was wir uns jahrelang erschaffen haben, geblieben ist, müssen wir erst schauen", sagen die Betroffenen.

Im Anschluss an die Brandbekämpfung wurde das ganze Ausmaß sichtbar. Der Dachstuhl ist völlig zerstört und die darunter liegenden Wohnungen sind aufgrund des Löschwassers wohl für längere Zeit unbewohnbar.

Noch bis in die Nachmittagsstunden waren die Kameraden im Einsatz. Mit einer Wärmebildkamera wurden der Brandort kontrolliert und daraufhin die entdeckten Glutnester beseitigt.

Kriminalbeamte waren bereits seit dem Vormittag vor Ort. Sie haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Wie die Pressestelle der Polizei zum Redaktionsschluss dazu mitteilte, gibt es bisher keine konkreten Hinweise zum Ausbruch des Feuers.

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