Der Ausbau der Poststraße in Wulferstedt beginnt am 1. September - eine anspruchsvolle Arbeit für den Baubetrieb. Mehr als 300 Meter Straße sind grundhaft auszubauen.

Wulferstedt l Leader-Manager Wolfram Westhus übergab bereits Ende Mai direkt an Ort und Stelle - in der Wulferstedter Poststraße - den Fördermittelbescheid aus dem europäischen Programm "Leader". Für die Gemeinde Westliche Börde war es der insgesamt 25. Bescheid seit 2007. Besagter Fördermittelbescheid stammt noch aus dem "alten" Leader-Programm. Dieses ist inzwischen ausgelaufen, während eine neue Förderperiode begann.

Mit insgesamt 203700 Euro wird die Sanierung der Wulferstedter Poststraße von der europäischen Union gefördert. Insgesamt sind für das Bauvorhaben mehr als 320000 Euro geplant.

Seit der Übergabe des Fördermittelbescheides Ende Mai hat die Verwaltung der Verbandsgemeinde Westliche Börde die Zeit genutzt und die Vorbereitungen zum Start der Bauarbeiten am 1. September vorangetrieben. Die enge Wulferstedter Straße wird grundhaft ausgebaut, wie Katrin Otto, Leiterin des Tiefbauamtes der Gemeinde Westliche Börde, mitteilt. Mehr als 300 Meter sind zu sanieren. Noch zeigt sich die Straße im alten Kopfsteinpflaster. In den vergangenen Jahren war die Straße mehrfach aufgerissen, um neue Versorgungsleitungen zu verlegen. So entstanden Querrinnen und Absackungen. Der Unterbau der Straße und das alte Pflaster seien für heutige Ansprüche nicht mehr ausreichend. Wie es im Fördermittelantrag weiter heißt, bereite das Oberflächenwasser zunehmend Probleme, da es ungeordnet abläuft.

"Zum Baufeld gehört die gesamte Poststraße einschließlich Kastanienplatz", erläutert Katrin Otto. Am grundhaften Ausbau der Straße wird sich der Trink- und Abwasserverband (TAV) Börde ebenso beteiligen. Der Verband verlegt neue Trinkwasserleitungen. Ebenfalls ist der Energieversorger E.on dabei, um Erdkabel zu verlegen. "Dann verschwinden die Freileitungen aus der Straße und wir werden in diesem Zuge die Straßenbeleuchtung erneuern", so die Tiefbauamtsleiterin.

Katrin Otto geht schon heute davon aus, dass die Bau- arbeiten bis weit in das kommende Jahr hinein andauern werden.

Mit der Sanierung wird eine sogenannte Verkehrsmischfläche entstehen. Das heißt, Gehweg und Straßenfläche werden optisch durch verschiedene Pflaster getrennt. Weil die Poststraße zu schmal ist, könne kein gesonderter Gehweg eingebaut werden. Die Grün- flächen bleiben erhalten.

In Wulferstedt seien in den vergangenen Jahren bereits mehrere Straßen saniert worden. Laut Prioritätenliste des Dorferneuerungsplanes stand nun die Poststraße an erster Stelle.

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