Seit Montag werden Autofahrer in Oschersleben auf eine harte Probe gestellt. Neben den Bauarbeiten in der Schermcker Straße wird nun auch in der Hornhäuser Straße gebaut. Dieses Bauvorhaben zwingt den Verkehr nun auch noch über eine zweite, noch viel längere Umleitung.

Oschersleben l Gestern rückten die ersten Baumaschinen in der Hornhäuser Straße an, gut zwei Monate später als geplant. Eigentlich sollte am 16. Juni mit dem Vorhaben an der auch als B 246 bekannten Straße begonnen werden (Volksstimme berichtete). Doch jetzt erst ist es soweit.

Konkret geht es um den grundhaften Ausbau der Fahrbahn, des Regenwasserkanals einschließlich der Straßeneinläufe zur Fahrbahnentwässerung und sowie den Bau von Radwegen. "Die eigentliche Baustelle erstreckt sich auf rund 160 Metern auf der stadtseitigen Rampe zur ehemaligen Bahnbrücke, also ab Einmündung Weststraße bis etwa zum Scheitelpunkt der Rampe", war von Andreas Boehle von der zuständigen Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt auf Nachfrage zu erfahren. Darüber hinaus sollen auf einer Länge von 156 Metern die beidseitigen Radwege bis zur Einmündung des Weges zur Windhorststraße gebaut werden. "Die Gesamtbaulänge beträgt damit also rund 325 Meter", rechnet Boehle vor.

Nicht sonderlich viel im Vergleich zur Umleitung, der die Autofahrer seit gestern ausgesetzt sind. Diese führt nämlich mehrere Kilometer über die Friedrichstraße beziehungsweise die Neindorfer Straße nach Hornhausen (siehe Grafik). Das dürfte besonders die Besucher des Friedhofes oder des Flugplatzes ärgern. Die Umleitung trifft natürlich auch die aus Richtung Hornhausen kommenden Autofahrer. Mit einem Ende der Baustelle ist vor Dezember nicht zu rechnen.

Insgesamt sind Kosten in Höhe von 420000 Euro für das Vorhaben veranschlagt, die vom Bund getragen werden. Hinzu kommen noch die Kosten für die Beleuchtung der künftigen Radwege. Dafür ist die Stadt Oschersleben zuständig. Wie das zuständige Baubetriebsamt dazu mitteilt, werden hier insgesamt neun stromsparende LED-Lampen installiert, wobei für vier Lampen neue Masten gesetzt werden müssen. "Der Auftrag in Höhe von 21400 Euro wurde an ein Unternehmen in der Region vergeben", erläutert Annegret Sterz.

Der Ausbau des nächsten Abschnittes der Hornhäuser Straße, also zwischen Schranke und Einmündung Weststraße, soll übrigens erst nach Fertigstellung des Oschersleber Tunnels in der Magdeburger Straße erfolgen. Doch das wird laut Andreas Boehle nicht mehr in diesem Jahr passieren.