In Ausleben wird eine neue Sonderausstellung vorbereitet. Darin lässt der Freundeskreis "Dorfgeschichte" die Zeiten des Warsleber Karnevalvereins noch einmal aufleben. Im September wird die Ausstellung eröffnet.

Ausleben l Spricht man Warsleber auf ihre Karnevalsgesellschaft an, bekommen viele noch immer leuchtende Augen und wissen auch gleich, von einigen Highlights der Aufführungen oder Festumzüge zu berichten. Das Ganze ist an sich nichts Besonderes, würde der letzte Auftritt nicht mehr als 25 Jahre zurückliegen. Was so lange im Gedächtnis der Fans und Freunde bleibt, muss gut gewesen sein. Und wie! Schließlich hieß es vom Ende der 60er Jahre bis in die 80er Jahre hinein alljährlich: "Es geht wieder rund!" Die fünfte Jahreszeit war in Warsleben fester Bestandteil des kulturellen Lebens und das in einer Zeit, als Karneval in der DDR eigentlich verpönt war. Doch dank eines großen Engagements, viel Mut, Eigeninitiative und einer gehörigen Portion Kreativität sowie Liebe zum Detail wurde jede Karnevalssitzung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für nachfolgende Generationen gibt es noch immer umfangreiches Bildmaterial. Mitglieder der Karnevalsgesellschaft und Besucher der Aufführungen haben diese in vielen Fotos festgehalten und für eine geplante Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Das Material hat der Freundeskreis "Dorfgeschichte" um den rührigen Vorsitzenden Heinz Morgenthal gesichtet und in den vergangenen zwei Monaten aufbereitet. Am 14. September heißt es dann in der Kirche St. Petri in Anlehnung an das alte Motto "Es geht nochmal rund". Im Rahmen der nunmehr 14. Fotoausstellung präsentiert der Freundeskreis eine Retrospektive aus etwa 30 Jahren Karnevalsgesellschaft Warsleben. Ob Büttenredner, Funkenmariechen oder das Männerballett - in vielen Bildern werden Ausschnitte aus den Programmen die Karnevalsgesellschaft Warsleben nochmal zum Leben erwecken. Anschließend haben alle ausgiebig Gelegenheit, die Bilder zu bewundern und sich bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen gemeinsam an die schönen Stunden zu erinnern. "Alle Einwohner der Großgemeinde Ausleben sowie der näheren und weiteren Umgebung sind ganz herzlich eingeladen", sagt schon jetzt Heinz Morgenthal.