Großer Andrang herrschte am Dienstagnachmittag auf dem Hof des Oschersleber Rathauses. Die Stadverwaltung hatte zum Verkauf von Fund-Fahrrädern eingeladen.

Oschersleben l Rund 50 Besucher drängelten sich am Dienstagnachmittag in den Innenhof des altehrwürdigen Oschersleber Rathauses. Ihr Ziel: Möglichst preiswert an ein Fahrrad kommen. Auswahl gab es genug: 22 Drahtesel wurden angeboten. "Das sind alles Fundstücke. Die haben sich seit November des vergangenen Jahres angesammelt. Entweder sind sie uns von der Polizei zugestellt worden, stammen also aus Diebstählen oder anderen Delikten, oder Bürger haben sie als herrenlos bei uns abgegeben", erklärte Marita Thiemann von der Stadtverwaltung. Und ihre Kollegin Yvonne Löffler ergänzte: "Darunter waren sehr gut erhaltene Fahrräder, die gingen weg wie warme Semmeln."

Tatsächlich waren innerhalb einer halben Stunde bereits 16 Rösser verkauft, die teuersten haben gerade einmal 30 Euro gekostet. Einer der glücklichen Käufer ist Karl-Heinz Wilhelms. Er hat für sein Rad nur fünf Euro hinlegen müssen. "Na ja, es muss noch etwas dran gemacht werden. Ich denke, ein neues Schutzblech angebaut und dann die Reifen aufgepumpt, schon ist es wieder in Ordnung", ist sich der Schnäppchenjäger sicher.

Auch Monika Weise verlässt den Innenhof mit einem neuen Gebrauchten. Für das Herrenfahrrad hat sie gerade einmal zehn Euro bezahlt. "Das ist für meinen Mann, der benutzt nämlich immer mein Fahrrad. Das bekomme ich nun zurück", schmunzelt die Oschersleberin.