Über 100 Kinder folgten am Donnerstagvormittag einer Einladung zum Ferienspaßtag bei der Oschersleber Feuerwehr. Die Mädchen und Jungen konnten nicht nur Technik bewundern, sondern auch an Spiel und Spaß teilnehmen.

Oschersleben l Der Hof der Feuerwehr in Oschersleben schien gestern aus allen Nähten zu platzen. Bereits zum neunten Mal hatten die Kameraden zu einem Ferienspaßtag in ihre Wache in der Hornhäuser Straße geladen. Gekommen waren über 100 Kinder, die einen abwechslungsreichen Vormittag erlebten.

Dicht umlagert war beispielsweise Matthias Hinz. Unter den Augen von mehr als 30 Mädchen und Jungen zeigte der stellvertretende Ortswehrleiter, wie die persönliche Ausrüstung anzulegen ist und aus welchem Zubehör sie besteht. Großen Zuspruch erlebte auch die Drehleiter, die mehrmals bis zu ihrer maximalen Höhe ausgefahren wurde.

Ein lange Schlange bildete sich auch vor der Station "Zielspritzen". Jeder wollte einmal selbst einen echten Löschwasserschlauch in den Händen halten und einmal versuchen, ein brennendes Haus zu löschen. Natürlich brannte das Gebäude nicht wirklich. Trotzdem war es nicht so einfach, den Strahl genau ins Fenster zu lenken.

Immer besetzt waren zudem die hinteren und vorderen Sitze des Tanklöschfahrzeugs. Andere rote Lkw wie der Schlauchwagen waren stets dicht umlagert. Interessant war für viele, auch einmal einen Sonderwagen zu sehen. "Die Motorsportarena hat uns eines ihrer Einsatzfahrzeuge zur Verfügung gestellt. Es löscht mit Trockenpulver", erklärt Feuerwehrsprecher Andreas Ehrhardt.

Viel los war zudem am Stand der Kreisverkehrswacht Oschersleben. Deren Mitarbeiter hatten einen Straßen-Parcour aufgebaut, auf dem die Kinder mit Fahrrädern ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellten. Außerdem konnte an einem Stand mit Fahrrad und Ampel die Reaktion getestet werden.

An dem Stand des Technischen Hilfswerks war sogar ein Katapult aufgebaut. "Das haben unsere Teilnehmer des Landesjugendlagers im vergangenen Jahr gebaut", erklärte Martin Krovina. Hier wieder im Einsatz musste das Schussgerät zunächst mit einem Sandsack beladen und in Richtung mehrere Blechbüchsen geschossen werden. "Das ist gar nicht so einfach", sagte Tara Hoffman vom Hort der Reitersteinschule Hornhausen. Erst nach mehreren Versuchen hatte sie das Ziel getroffen.

Vor allem Mädchen interessierten sich für die Arbeit und die Technik im Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes. Hier stand Christin Bramowski den fragenden Kindern Rede und Antwort.

"Wir sind vollends zufrieden mit dem Zuspruch am heutigen Tage. Die Kinder haben hier die Chance, mit viel Spaß in unsere Arbeit hineinzuschnuppern", resümierte Andreas Ehrhardt. Er und seine Mitstreiter der Feuerwehr erhoffen sich von der Veranstaltung, später einmal den einen oder anderen der gestrigen Nachwuchs-Kameraden in ihren Reihen begrüßen zu können.

   

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