Zu einem Rundgang durch das Dorf hatte der Dodendorfer Ortschaftsrat am Sonnabend eingeladen. Neue und alte Ortschaftsräte sowie interessierte Bürger haben an der Bestandsaufnahme teilgenommen.

Dodendorf l Mit einem Rundgang durch das Dorf wollten sich am Sonnabend neu gewählte Mitglieder des Ortschaftsrates, einige ihrer Vorgänger und interessierte Bürger ein Bild davon machen, in welchen Zustand sich öffentliche Straße, Gehwege, Plätze und Privatgrundstücke befinden. Ortsbürgermeister Johann Grohmann konnte dazu unter anderem seine Amtsvorgängerin Beate Schutze sowie die Mitglieder des Ortschaftsrates René Marmulla, Frank Houtmeyers und Lothar Germer sowie Ursula Schneider als interessierte Bürgerin begrüßen.

Zunächst führte der Weg der kleinen Gruppe zum Wohngebiet "Am Hang". Schon auf dem Weg dorthin nahmen die Teilnehmer der Ortsumgehung einige kommunale Grünflächen in Augenschein. Diese werden entweder von den Anwohnern ehrenhalber gepflegt oder wuchern über. Besonders an der Ecke Amselstieg/Lange Sülldorfer Straße viel den Ortsbegehern eine große Grünfläche ins Auge, auf der das Unkraut in voller Pracht wächst. Auch dieses Grundstück befindet sich im Eigentum der Kommune und müsste von Mitarbeitern des Bauhofes der Einheitsgemeinde Sülzetal gepflegt werden. Für die Pflege der öffentlichen Flächen in Dodendorf ist ein Gemeindearbeiter zuständig, der jedoch auch in anderen Ortsteilen im Einsatz ist. "Das kann ein Mann alleine nicht schaffen", war sich Ortsbürgermeister Johann Grohmann sicher. Die Ortschaftsräte wollen der Gemeindeverwaltung vorschlagen, die Einsätze der Gemeindearbeiter für die einzelnen Orte genau zu planen, um somit einen optimalen Einsatz ihrer Ressourcen zu erreichen. Mit dem Ziel, die öffentlichen Grünflächen in den Ortsteilen besser pflegen zu können.

Ebenso sind die Wassergräben entlang der Langen Sülldorfer Straße sehr vom Unkraut zugewachsen, so dass darin der ungehinderte Wasserfluss nicht möglich ist. Der Unterhaltungsverband, der für die Pflege dieser Gräben verantwortlich ist und den die Gemeinde dafür Geld bezahlt, soll über den Missstand unterrichtet werden. Als ein weiteres Problem zeigte sich das im gesamten Ort gestiege Grundwasser, welches durch den Wegfall etlicher Be- und Entwässerungsgräben zu Tage tritt. Besonders der Lützowring ist davon betroffen.

Die Route der kleinen Delegation führte sie ebenso an den Ortsrand, wo der Radweg nach Osterweddingen beginnt. Der war in den 1990er Jahren durch den Einsatz von Teilnehmern an einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geschaffen wurden und befindet sich heute in einem desolaten Zustand. Nicht nur, dass Unkraut zwischen den Fugen der Betonsteine stark hindurch wächst und die Steine auseinander drückt. In den Weg wachsen Bäume hinein, die die Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger gefährden. "Man muss sehr aufpassen, um nicht zu stürzten", sagte Ursula Schneider, die mit ihrer Familie seit 13 Jahren in Dodendorf wohnt. Sie nutze den Weg oft beim Walken und habe den baulichen Verfall über die Jahre registriert.

Eine weitere Station der Ortsbegehung war unter anderem der Teich am Lützow-Denkmal. Von dem geht eine starke Geruchsbelästigung durch Faulschlamm aus. Oder der Schaukasten am Denkmal selbst, dessen Scheibe zerstört ist und die Glassplitter eine Gefahr darstellen.

Die Fußwege entlang der Leipziger Straße, die Dodendorf im Zuge der viel befahrenen Bundesstraße 71 wie ein Band zerschneidet, befinden sich in einem desolaten Zustand und müssen nach Meinung der Teilnehmer der Ortsbegehung dringend repariert werden. Besonders krass sind die Schäden im Bereich der Bushaltestelle. Dort sind besonders viele ältere Bürger unterwegs, die durch die Schäden auf dem Weg gefährdet sind.

Nach eineinhalb Stunden war die Ortsumgehung durch Dodendorf beendet. René Marmulla listete die Missstände in einem Protokoll auf. Der Ortschaftsrat wird sich daran machen, diese abzuarbeiten und sie mit Hilfe der Gemeinde Sülzetal zu beseitigen.

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