Noch immer liegen die Fördermittel für den finalen Ausbau der Klein Wanzleber Lindenallee auf Eis. Den Bauauftrag zur Sanierung der Buckelpiste dennoch in diesem Jahr vergeben zu können, darauf hofft weiterhin der Landkreis. Insgesamt sollen hier auf rund 315 Metern 420000 Euro investiert werden.

KleinWanzleben l Mittlerweile ärgern sich viele Klein Wanzleber nicht nur über den Zustand der holprigen Lindenallee, auch die mangelnde Grünflächenpflege rund um den stillgelegten und verwaisten Bahnübergang und das ehemalige Verwaltungsgebäude der alten Zuckerfabrik ist ihnen ein Dorn im Auge.

"Das Unkraut sprießt hier wild in die Höhe. Niemand kümmert sich, niemand fühlt sich für die Pflege zuständig", beschwert sich eine Seniorin, die namentlich nicht genannt werden möchte, am Lesertelefon. "Nachdem dieser Abschnitt der Lindenallee ja eigentlich hätte schon längst erneuert werden sollen, würde ich gern wissen, wann denn hier nun wirklich gebaut wird? Die Straße ist in solch einem furchtbaren Zustand, dass hier endlich was passieren muss."

Jener von der Volksstimme-Leserin beschriebene Lindenallee-Abschnitt zwischen dem "Casino" und der Einfahrt in die Kastanienallee Richtung Altenpflegeheim gehört gewiss zu den schlimmsten Buckelpisten Klein Wanzlebens. Rund 315 Meter, die dringend saniert werden müssen.

Doch die beantragten Fördermittel lassen weiterhin auf sich warten. Wann hier der Startschuss zum finalen Ausbau der Lindenallee fallen wird, ist unklar, sagte am Freitag Annelen Miehe, Betriebsleiterin beim Eigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung, auf Volksstimme-Nachfrage. "Wir setzen aber alles daran, die Ausschreibungsphase noch in diesem Jahr realisiert zu bekommen." Die vorläufige Kostenschätzung für das Bauprojekt liegt derzeit bei rund 420000 Euro, die Fördermittel schon mit einberechnet.

Während der Landkreis die marode Fahrbahn sanieren wird, übernimmt die Stadt die Kosten für die Neugestaltung der Gehwege und Straßenbeleuchtung. Auch der Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) sitzt mit im Boot.

Der Investitionsanteil für den Ausbau der Nebenanlagen steht bereits per Ratsbeschluss seit Mitte Mai mit 200000 Euro im Plan der Stadt. Für den Lückenschluss hängt der Bau- und Zeitplan weiterhin an der Freigabe der Landesmittel. Sobald der Kreis grünes Licht erhält, soll der Startschuss gegeben werden. Eine Winterbaustelle solle es aber nicht geben, hieß es gestern.

"Mit der Sanierung soll dann auch das Gleisbett des stillgelegten Bahnübergangs, der die Kreisstraße kreuzt, entfernt und überbaut werden", erläutert die Landkreismitarbeiterin. Hierzu habe man bereits mehrfach mit der Bahn Kontakt aufgenommen. "Doch die hat bislang beide angesetzten Vorort-Termine unentschuldigt platzen lassen", sagt Karin Neuendorf vom Eigenbetrieb Straßenbau. Jenes "DB Regio"-Unternehmen sei auch für die Grünpflege der Flächen am Gleisbett zuständig, merkt sie an. Das zugewucherte Areal rund um den ehemaligen Fabrikverwaltungssitz sei wiederum im Besitz einer Grundstücksverwaltungs GbR. "Die Nebenanlagen entlang der Lindenallee hingegen fallen in den Zuständigkeitsbereich der Bauhofmitarbeiter, die die Flächen regelmäßig mähen."