Für den Dienstagabend hatten Ines Schreinert und Wolfgang Zahn Lokalpolitiker sowie Bürger in den Gasthof Schondelmaier geladen. Beide wollten die Ergebnisse der vom März bis Juni organisierten Ideenwerkstätten für ein künftiges Kombibad in Oschersleben vorstellen. Gekommen waren Vertreter nahezu aller Stadtratsfraktionen.

Oschersleben l Zu Beginn der Veranstaltung hoben Ines Schreinert und Wolfgang Zahn hervor, dass die nun zusammengestellte Mappe keine fertige Planung sei, die der vom Stadtrat gegründeten Arbeitsgruppe zu diesem Thema vorgreifen wolle. Vielmehr handele es sich um eine Sammlung von Vorstellungen der Bürger. "Diese Ideen bieten sich an und sind generell umsetzbar. Die Frage der Finanzierung stand hier allerdings nicht zur De- batte und soll auch heute nicht das Thema sein", betonte Wolfgang Zahn. Und Ines Schreinert sagte dazu: "Unser Anliegen ist es, dass der Stadtrat schon vor Beginn der Arbeitsgruppe wahrnehmen soll, was der Wunsch des Bürgers ist."

Bei der Erörterung der Einzelnen Ideen wurde das An- sinnen nach einem großen Saunabereich besonders betont. "Dieser wäre ein ganz wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Hier sollte nicht gespart werden. Sauna-Tourismus hat enormes Potential, mit dem Geld verdient werden kann. Die ganze Region fährt nach Schönebeck. Einen Teil könnte Oschersleben abschöpfen", ist sich Zahn sicher.

Ines Schreinert hob den Bürgerwunsch nach einem "ganzheitliches Zentrum" hervor, also nicht nur mit Schwimm- und Bademöglichkeiten, sondern mit Angeboten für andere Sportarten und Freizeitbeschäftigungen. Die Vorschläge im Einzelnen seien im Detail funktionell, jedoch nicht teuer.

Wenn es nach den Wünschen des Bürgers geht, soll die künftige Schwimmhalle mit einen 25-Meter-Schwimmerbecken entstehen. Außerdem werden unter anderem ein Kinder- und Planschbecken, ein Freizeit- und Spielbecken, ein Whirlpool, ein "Raum der Ruhe" sowie ein Fitness-Raum gewünscht.

Im Außenbereich sollen die Liegeweisen erhalten bleiben und das bestehende Nichtschwimmerbecken modernisiert und daran der Schwimmerbereich angedockt werden. Außerdem könnte nach dem Bürgerwillen ein großer Kinderspielplatz sowie ein extra Sandkasten nahe eines Planschbeckens angelegt werden.

Ferner soll es von innen wie von außen erreichbare Gastronomie geben und verschiedene Sportmöglichkeiten geben. Auch an Räumlichkeiten für Veranstaltungen wurde gedacht. Besonders betonte Ines Schreinert das Anliegen zur Errichtung eines Trimm-Dich-Pfades für die körperliche Ertüchtigung von Menschen aller Altersgruppen. Das bisherige große Schwimmerbecken könnte unterdessen aufgefüllt und die frei gewordene Fläche als Raum für Veranstaltungen genutzt werden.

"Das vergangene halbe Jahr war viel Arbeit. Wir sind zusätzlich an Schulen und Kitas gegangen und haben sämt- liche Einrichtungen besucht, um möglichst viel Input zu bekommen und eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Nun hoffen wir, dass Stadtrat und Stadtverwaltung auch wahrnehmen, was der Bürger möchte", forderte Schreinert abschließend.