Das Heimaträtsel der vergangenen Woche hat unsere Leser nicht wirklich vor ein Problem gestellt. Viele wussten die richtige Lösung: Man sieht auf dem alten Foto das Kreismuseum in der Dattelner Straße.

Genthin l "Ein schönes Bild", sagte Erna Sohrweide am Lesertelefon, nachdem sie die richtige Lösung durchgegeben hatte. Die Genthinerin lebt bereits seit 55 Jahren in der Kanalstadt, vorher war sie in der Börde zu Hause. "Nach mehr als fünf Jahrzehnten erkennt man das Gebäude natürlich sofort." Auch Erna Sohrweide hat es sich zum Hobby gemacht, Genthin in Bild und Video festzuhalten. Besonders die Fläche um den Wasserturm hat es ihr angetan. "Interessant ist es, neue und alte Bilder zu vergleichen. Ich habe mittlerweile etliche Aufnahmen in schwarz-weiß sowie in Farbe."

Auch Ina Jäger erkannte das Museum auf Anhieb. "In den 60er Jahren waren wir oft mit den Kindern da", erzählte die Schlagenthinerin. An die Museumsbesuche erinnern noch heute die Bilderbücher, die Jäger aufbewahrt hat. "Die gab es dort zu kaufen." Außerdem hat sie im Museum einen Tisch mit Bank und Stühlen erworben. "Das war etwas ganz besonderes. Zu DDR-Zeiten gab es sowas ja nicht an jeder Ecke." Bei der Frage nach der schönsten Ausstellung muss Ina Jäger nicht lange überlegen. "Die Weihnachtsausstellungen."

Dem schließt sich Roswitha Rother an. "Die Ausstellungen zum Weihnachtsfest sind immer herrlich."

Detlef Göbel kommt etwas anderes zuerst in den Sinn, wenn er an das Genthiner Museum denkt. " Hier bekamen wir immer Hefte über die Geschichte des Kreises für den Heimatkundeunterricht", erzählt der Genthiner.

"Mit der Klasse kamen wir oft hierher", berichtet auch Ernst Vietz aus Genthin. Lehrreich und eine schöne Abwechslung zum Unterricht sei das immer gewesen.

Das sagt auch der Genthiner Jörg Wienecke über die Ausstellungen. Er erinnert sich aber auch an arbeitsreiche Stunden auf dem Museumsgelände. "Als Pimpfe hatten wir dort oft Arbeitseinsätze. Das wurde von der Schule organisiert." Die Schüler kümmerten sich dann um den Museumsgarten.

"Die Straße hieß früher Schenkestraße", sagt Ingrid Schneider. Nach Landrat Schenk war auch das Gebäude benannt, das den Namen Schenk`sche Villa trug. Die Straße hieß später Lenin- und mittlerweile Dattelner Straße. Gut erinnert sich Ingrid Schneider noch an den ehemaligen Leiter des Museums Dr. Vogel. Der bewohnte die Wohnung über den Ausstellungsräumen. "Als Kinder sind wir oft die Treppen zu ihm hoch gestiegen. Weggejagt hat er uns nie, ganz im Gegenteil, er hat uns spannende Gesichchte zu archäologischen Funden in und um Genthin erzählt."

"Zu meiner Schulzeit wurde das Museum von Herrn Bathe geleitet", sagt Renate Weinholz. Die Genthinerin war Mitte der 50er Jahre mit der Tochter des Museumsschefs befreundet und deshalb oft in der Wohnung im Dachgeschoss zu Gast. "Wir durften dann immer alles anfassen und ganz genau begutachten. Herrlich."

Das Losglück war in dieser Woche Heide Schmidt aus Brettin Hold. Die Gewinnerin kann ihr kleines Überraschungspaket werktags zwischen 9 und 17 Uhr in der Redaktion abholen.

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