Die Herbst-Sporttage des Gröninger DRK-Heims Kaktus sind gestern mit einem Marsch durch die Straßen der Stadt zu Ende gegangen. Einen Tag zuvor stand in der Turnhalle ein Zirkusprojekt im Mittelpunkt, am Montag der Besuch des Ausleber Reiterhofs Beitel.

Gröningen l Am Anfang noch recht zurückhaltend, tauen die Bewohner des Gröninger DRK-Heims Kaktus immer mehr auf. Dafür sorgen Jens Klamm und die beiden Mitstreiter seines Oschersleber Zirkusprojektes "Awolinos" Julietta Schieveck und Lucas Schild. Denn die drei Zirkusleute sprechen zunächst in einer Einführungsrunde mit den seelisch kranken Frauen und Männern über das Thema Zirkus, um dann gemeinsam mit ihnen in der Manege die eine oder andere Zirkusnummer gezeigt zu bekommen und selbst zu auszuprobieren.

Sporttage finden zweimal jährlich statt

Diese Zirkusmanege befindet sich in der Gröninger Turnhalle. In die sind die Kaktus-Bewohner gekommen, um hier einen ihrer drei Sporttage zu verbringen, die in dieser Woche auf dem Programm stehen. "Wir veranstalten solche Sporttage zweimal im Jahr. Und daran nehmen die Bewohner teil, die Lust dazu haben", sagt Kaktus-Arbeitsgruppenanleiterin Bettina Schulz, die diese Sporttage gemeinsam mit ihren Kolleginnen Vera Jander und Mandy Binde betreut.

Am Montag hatte das Ganze mit einem Besuch des Aus- leber Reiterhof Beitel begonnen. "Uwe Beitel hat uns die Pferde, die Ställe und alles andere gezeigt und sehr viel über den Umgang mit Pferden erklärt", sagt Bettina Schulz: "Das hat unseren Bewohnern sehr gefallen." Und Dienstagvormittag stand der Denksport im Mittelpunkt. Die Teilnehmer der Sporttage und ihre Betreuer haben beispielsweise Memory, Schach oder auch ein Wissenquiz gespielt.

Und vor dem letzten Tag der Sportwoche, an dem bei einem ausgiebigen Marsch durch Gröningen vor allem die neuen Heim-Bewohner die Stadt besser kennenlernen werden, sind die Kaktus-Sportler nun in der Turnhalle. In der nach sportlichen Staffelspielen zu Anfang und der anschließenden Zirkus-Einführungsrunde inzwischen alle ganz bei der Sache sind. Beispielsweise werden bunte Tücher durch die Luft gewirbelt und auf wundersame Weise in Blumen verwandelt. Auch mit Diabolos haben die Kaktus-Bewohner ihren Spaß und nach dem einen oder anderen Fehlversuch dann doch so manche artistische Erfolgserlebnisse. Mit denen die Zirkusstunde dann auch endet.

Nächster Höhepunkt ist eine Thüringen-Fahrt

"Nach diesen Sporttagen findet in der nächsten Woche schon der nächste Höhepunkt im Heim-Leben statt, denn einige Bewohner werden eine Urlaubsfahrt nach Thüringen unternehmen", sagt Bettina Schulz. Die zudem ankündigt, dass es in diesem Jahr im "Kaktus"-Heim noch weitere besondere Aktionen geben wird, beispielsweise ein Herbstfest mit einigen Überraschungen.

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