Der DRK-Kreisverband Wanzleben hat 164 Spender - und damit so viele wie noch nie - ausgezeichnet, die im Vorjahr eine ehrungswürdige Anzahl an Blutspenden erreicht haben. Absoluter Rekordspender ist und bleibt Joachim Annecke (65) aus Westeregeln. Auf sein Blutspendekonto gehen 155 Aderlass-Termine. Mit 150 Pieksen gehört auch Joachim Schmücker zu den absoluten Spitzenspendern.

Wanzleben l Mit seiner diesjährigen Blutspender-Ehrung hat der DRK-Kreisverband Wanzleben 164 Spender, die im vergangenen Jahr eine ehrungswürdige Anzahl von Blutspenden erreicht haben, ausgezeichnet. Und damit so viele wie noch nie, weiß DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Guido Fellgiebel, dessen eigenes Blutspendekonto einen Stand von 33 hat. Und noch ein Rekord konnte 2013 aufgestellt werden, fuhr er fort. Seitdem vor rund 20 Jahren die Ehrungsveranstaltung der fleißigsten Blutspender ins Leben gerufen wurde, ist Joachim Annecke der Erste, der für 155 Blutspenden ausgezeichnet werden konnte.

Der Spitzenspender hat glücklicherweise selbst noch kein Blut benötigt. Der 65-Jährige aus Westeregeln geht seit 1966 regelmäßig zum Aderlass. Das erste "Anzapfen" und "einen halben Liter Blut später" habe ihn damals "aus den Latschen kippen lassen", erzählt er und lacht. "Damals war ich Lehrling. Die Betriebsschwester hat noch zu mir gesagt, dass ich nach der Spende kurz liegen bleiben sollte. Kraft meiner Wassersuppe habe ich das als junger Kerl ignoriert. Hätte ich mal lieber auf sie gehört, dann hätte es mich wohl nicht entschärft", ist er sich sicher.

Um diese Erfahrung reicher, lässt er es seither ruhiger angehen. "Und auch wenn ich aufgrund meines Berufs bundesweit auf Montage war, habe ich mich immer, wenn ich nach Hause gekommen bin und das DRK freitags in Kroppenstedt zur Blutspende gebeten hat, anzapfen lassen", erklärt der Elektromonteur im Ruhestand. "Und so lange ich fit wie ein Turnschuh bin, werde ich auch weiterhin zur Blutspende gehen", sagt der sympathische Senior am Sonnabend.

Das sieht auch der im Verbandsgebiet mit 150 Blutspenden zweitplatzierte Spitzenspender Joachim Schmücker so. Der 76-jährige Kroppenstedter hält sich mit regelmäßigen Lauftraining fit. Und auch er hat glücklicherweise noch nie Blut benötigt.

Im Vorjahr kamen 3 349 Blutspender, darunter 156 Erstspender, zu den insgesamt 74 Terminen in die 17 verschiedenen Blutspende-Lokale des Kreisverbandsgebietes. Das sind zirka 1700 Liter Blut. 2012 waren es 3177 Spender bei 72 Terminen und 1600 Liter Blut. Stolze 14 Spender hatten im Vorjahr bereits die 100-Spenden-Marke geknackt.

In der Region würden neun Prozent der spendenfähigen Bevölkerung zum Aderlass gehen. Bundesweit seien es nur drei Prozent, merkte Nico Feldmann vom DRK-Blutspendedienst in seiner Begrüßungsrede an die zu ehrenden Spender im Wanzleber Kulturhaus an. 15 000 Blutkonserven täglich sind notwendig, um den Bedarf in Deutschland zu decken. Gut 30 Prozent der Spenden werden zur Versorgung von Krebspatienten benötigt, 15 Prozent gehen an Unfallopfer. Der Rest wird für die Behandlung anderer Krankheiten verwendet.

Frauen dürfen übrigens bis zu viermal, Männer bis zu sechsmal im Jahr Blut spenden.

Der DRK-Kreisverband bittet am Dienstag, 7.Oktober, zur nächsten Blutspende zwischen 17 und 19.30Uhr ins Hohendodeleber Gemeindezentrum.

 

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