Zu einem ersten Arbeitseinsatz auf dem Friedhof trafen sich am Sonnabend Mitglieder des Ortschaftsrates von Osterweddingen. Der Zustand des Friedhofs war von vielen Einwohnern bemängelt worden.

Osterweddingen l In Osterweddingen haben einige Ortschaftsräte am Sonnabend die Ärmel hoch gekrempelt, um die Ordnung und Sauberkeit auf dem Friedhof am Ortsausgang in Richtung Sülldorf zu verbessern. Auf Initiative von Ortsbürgermeisterin Birgit Wasserthal (CDU) nahmen ihre Stellvertreterin Lina Samland (Kultur- und Heimatverein/Osterweddinger Sportverein) sowie die Ortschaftsräte Marko Falkenberg (CDU) und Mike Eve (Kultur- und Heimatverein/Osterweddinger Sportverein) an dem freiwilligen Arbeitseinsatz teil.

Die Kommunalpolitiker räumten auf dem Friedhof einige alte Grabstellen ab, schnitten Wildwuchs zurück und fegten den Hauptweg. Den angehäuften Grünschnitt und das zusammengekehrte Laub beförderten die Helfer in zwei Container, die der Betriebshof der Einheitsgemeinde Sülzetal vereinbarungsgemäß bereit gestellt hatte. Die Mitarbeiter des Betriebshofes sorgten zu Wochenbeginn für die Entsorgung des Biomülls.

Bei einem Rundgang hatten sich die Mitglieder des Ortschaftsrates ein Bild davon gemacht, wo in Osterweddingen die schlimmsten Dreck- ecken zu beseitigen sind. Als ein Schwerpunkt zeigte sich dabei der Friedhof. "Viele Diskussionen bei den Bürgern drehen sich um die Ordnung und Sauberkeit im Ort sowie auf dem Friedhof", berichtete Ortsbürgermeisterin Birgit Wasserthal von Gesprächen mit den Osterweddingern. Der Ortschaftsrat habe die Hinweise der Bürger aufgegriffen und einige Aufgaben bereits abgearbeitet. Wobei sich die Mitglieder des Ortschaftsrates einig gewesen seien, "dass das erst ein Anfang war und dass diese Aktionen weiter fortgesetzt werden. Denn wir wollen nicht nur reden, sondern handeln".

"Ich finde es ganz toll, dass der Ortschaftsrat in Osterweddingen eine Vorreiterrolle übernommen hat", sagte am Montag Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner (SPD) zur Volksstimme. Gerade die Friedhöfe in den Ortsteilen seien Orte des Gedenkens und der Ruhe, die von den Bürgen stark frequentiert würden. Diese Orte in einem ordentlichen Zustand zu halten, sei eine der Aufgaben der Gemeindeverwaltung. Jedoch sei es für die Gemeindearbeiter nicht möglich, auf allen acht Friedhöfen gleichzeitig aufräumen zu können. Deshalb sei das ehrenamtliche Engagement der Ortschaftsräte in Osterweddingen sehr zu begrüßen und nicht hoch genug einzuschätzen, sagte der Bürgermeister.