Pünktlich ist die Teichentschlammung an der B1 in Irxleben fertig geworden. Die Kosten fielen nicht so hoch wie befürchtet aus. Das Vorhaben ist die erste Etappe eines Sanierungskonzeptes der Hochwasseranlagen im Dorf.

Irxleben l Über den Abschluss der Sanierung des Teiches an der früheren Kita freuen sich die Irxleber. Nach der Wende war das Gewässer zuletzt saniert worden. "Die Entschlammung war wirklich bitternötig gewesen", betonte Ortsbürgermeister Thomas Schultze bei einem Vor-Ort-Termin mit Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel. In den Sommermonaten stank der Teich aufgrund von Faulgasen erbärmlich. Das Ufer war mit Schilf und Sträuchern überwuchert.

Für letztendlich knapp 40000 Euro konnte das Sanierungsvorhaben realisiert werden. Neben der Entschlammung des Gewässergrundes waren die Uferbereiche entkrautet und ein Damm zum Vorfluter errichtet worden. Die nördliche Stützwand wurde stabilisiert. Da sich der Zustand der Stützwände als nicht so schwerwiegend wie zunächst befürchtet erwiesen hatte, sanken die jüngst noch kalkulierten Kosten von 56000 Euro auf 39200 Euro. Fördermittel flossen in Höhe von 26500 Euro.

"Damit ist ein erster wichtiger Schritt getan", unterstrich Ortsbürgermeister Thomas Schultze und erinnerte an das vom Ortschaftsrat verfolgte Konzept einer durchgehenden Sanierung der Irxleber Hochwasserschutzanlagen entlang des diese Anlagen verbindenden Bächleins "Quetsche". Parallel dazu sollen Spazierwege ausgebessert und neu gebaut werden. "Wir werden das im Rahmen der Eigentumsverhältnisse versuchen und Förderanträge stellen", betonte Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel. Nicht alle für das Konzept in Frage kommenden Flächen gehören der Gemeinde.

Die "Quetsche" entspringt in Hohenwarsleben und mu¨ndet im Nordwesten von Irxleben in das Regenru¨ckhaltebecken an der Gewerbestraße. Von dort fu¨hrt das Ba¨chlein quer durch den Ortskern, tangiert den nun entschlammten Teich, passiert die B1 unterirdisch in Richtung Siegweg. Dort fließt sie (auch als Sieggraben be- zeichnet) durch einen kleinen Teich - das so genannte "Bas- sin" - und fu¨hrt weiter zu einem Stauteich am Wohngebiet Fuchstal. Die Quetsche fließt anschließend in Richtung Niederndodeleben, mu¨ndet dort schließlich in die Schrote.

Fu¨r den Zustand der "Quetsche" an sich ist der Unterhal- tungsverband Untere Ohre zusta¨ndig - fu¨r den Zustand der Stauanlagen ist es die Ge- meinde.

Insbesondere der Stauteich in Ho¨he des Fuchstals bereitet Ortsbürgermeister Schultze Kopfzerbrechen. "Fu¨r diesen Stauteich gibt es seit Jahren eine Auflage vom Umweltamt des Landkreises. Der Teich hat sich zum Biotop entwickelt, allerdings schadet die durchfließende Quetsche wohl der Tierwelt und soll vor allem den Lurchbestand bedrohen. Die Auflage fordert einen `By-Pass` fu¨r die Quetsche, das heißt die Quetsche soll den Stauteich umfließen. Außerdem mu¨sste die alte Pumpstation am Siegweg abgerissen werden", hatte der Irxleber Ortsbu¨rgermeister bereits Anfang 2013 berichtet. Der Teich am Fuchstal wäre ein mögliches Vorhaben für das kommende Jahr.