Mit einem Arbeitseinsatz haben sich die Hadmersleber Eisenbahnfreunde für das kommende Wochenende gerüstet. Dann heißen die Vereinsmitglieder im Rahmen der "Süßen Tour" nicht nur Modellbahnfans willkommen.

KleinOschersleben l Das regionale Eisenbahnmuseum "Feldmann" am Hadmersleber Bahnhof hat sich im Verlauf der vergangenen Jahre zu einem echten Besuchermagneten der "Süßen Tour" entwickelt. Schon seit mehreren Jahren gestaltet der Verein immer im Oktober eine der 38 Stationen, die im Rahmen der Zucker- und Rübenroute vom Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide organisiert werden. "In den vergangenen Jahren haben wir bis zu 400 Besucher an diesem besonderen Tag begrüßt", berichtet Erhard Horn, Vorsitzender der Hadmersleber Eisenbahnfreunde.

Doch ehe diese zahlreichen Besucher kommen können, hatten sich Vereinsmitglieder am vergangenen Wochenende zum großen Hausputz verabredet. Während Margitta Petsch und Marion Römmer die Fenster putzen, rücken die Männer wie Heinz Kleinod, Wolfgang Werde oder Horst Zürner mit großen und kleinen Staubsaugern in der oberen Etage dem Staub auf dem Fußboden und auf den Modellbahnanlagen zu Leibe.

Natürlich gibt es für die Besucher am kommenden Wochenende während der Öffnungstage an der großen LGB-Anlage wieder Neues zu entdecken und dafür sorgten in erster Linie die Vereinsmitglieder aus Holzminden. Sie haben in den vergangenen Wochen und Monaten eine Güterbahnabfertigung gebaut. Die fertigen Module wurden schließlich in den "Feldmann" gebracht und an die vorhandene Anlage "angestrickt". "Das ist nicht immer einfach, denn wir müssen die Anlage auch mal öffnen können, falls etwas nicht funktioniert", meint Horst Zürner. Doch der Mann, als Tüftler bekannt, hat natürlich gemeinsam mit Heinz Kleinod eine Lösung gefunden.

In den vergangenen Jahren hat sich der "Feldmann" nicht nur einen Namen unter den Modellbahnfans gemacht. In der unteren Etage des ehemaligen Speichers ist Platz für die Dauerausstellung rund um das Thema Eisenbahn und Zuckerfabrik, denn das 1990 geschlossene Werk befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft des "Feldmanns". Alte Zuckersäcke, originale Bauzeichnungen und dergleichen mehr erinnern heute an eine Stück Zuckergeschichte.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde zudem eine Sonderausstellung zum Thema 1. Weltkrieg eröffnet. Diese Ausstellung wurde wiederum mit Hilfe der Bürger aus den umliegenden Orten zusammengestellt und kann auch am kommenden Wochenende noch einmal besichtigt werden. Etliche Exponate seien noch einmal hinzugekommen, wie Marion Römmer verriet.

Noch längst nicht alle Räume des alten Speichers werden heute von den Hadmersleber Eisenbahnfreunden genutzt. "Das würde unsere Kräfte übersteigen", meint Vereinsvorsitzender Erhard Horn. Aber damit auch die Besucher einmal einen Blick selbst in die hinterste Ecke des alten Speichers werfen können, ist der Hobbyfotograf Kai-Uwe Bösche auf Entdeckungstour gegangen. Was er alles vor die Kamera bekam, können die Besucher in einer weiteren Sonderausstellung entdecken.

Bevor die Eisenbahnfreunde zum Öffnungswochenende einladen, finden sie sich am Abend des Freitag, 16. Oktober, zur Jahreshauptversammlung zusammen. Der Verein hat etwa 40 Mitglieder, von denen einige schon in die Jahre gekommen sind. "Wir brauchen neue Mitstreiter", so Erhard Horn. Männer wie Frauen mittleren Alters, die nicht nur ein Faible für Modellbahnen sondern für das Thema Eisenbahn schlechthin haben, sind bei den Hadmersleber Eisenbahnfreunden willkommen.

   

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