Drei Tage bis zum Orient - kein Problem für die Viertklässler der Harbker Grundschule. Mit expressivem Pinselstrich haben sie die östliche Ferne auf die Leinwand gebracht.

Harbke l Vor der Kunst war Handwerk vonnöten. Die Keilrahmen für die Bilder wurden von den Kindern selbst gefertigt und bespannt. 15 Schüler der vierten Klassen nahmen an dem dreitägigen Kunstprojekt teil, das von dem Lokalen Aktionsplan Börde gefördert wird. Für die fachlich kompetente Anleitung war Künstlerin und Diplom-Designerin Hora Burk aus Haldensleben zuständig, unterstützt von Schulsozialarbeiterin Marie-Louis Bischof.

Beide waren von den knapp 20 entstandenen Morgenlandmotiven der Kinder hellauf begeistert: "Es sind wirklich tolle Bilder geworden, von denen einige demnächst sogar in der Kreisstadt ausgestellt werden", so Bischof, die zugleich auf die Nebeneffekte des Projekts verweist: "Ziel ist es auch, Toleranz zu fördern und Kompetenzen zu stärken." Das Bilderreisethema "Orientalische Stadt" sei dafür gut geeignet gewesen.

Die künstlerische Umsetzung erfolgte nach Vorbild des Expressionisten August Macke, wobei die Kinder auch einiges über den Maler und sein Werk erfuhren. Zum Beispiel, dass er ein Freund der leuchtenden Farben und heiteren Kompositionen war. Der Klassengalerie ist deutlich anzusehen, dass sich speziell an diesen "Macken" orientiert wurde. Krönender Abschluss war die Gestaltung zweier großer Gruppenbilder. "Die haben wir gemeinsam besprochen und vorgezeichnet und ihnen dann mit Farbe Leben eingehaucht", erklärt Marie-Louis Bischof.

Vom 26. Oktober bis 13. November wird eine Auswahl des Harbker Morgenlandes in der Kulturfabrik Haldensleben zu sehen sein.