Kuhlhausen l "Wer will fleißige Bauarbeiter seh`n, der muss nach Kuhlhausen geh`n" - mit diesem umgetexteten Kinderlied dankten die Knirpse der benachbarten Warnauer Kindertagesstätte den Erbauern der neuen Ortsdurchfahrt in Kuhlhausen.

Ines Deichsel von der gleichnamigen bauausführenden Firma aus Steckelsdorf bedankte sich bei den kleinen Sängern mit einem Netz voller Bälle und einem Gutschein. Das gleiche Präsent erhielten die Grundschüler aus Sandau, deren Chor hatte mit Liedern, Tänzen und einem plattdeutschen Sketch ebenfalls zum Eröffnungsprogramm beigetragen.

Ein weiterer Bestandteil der Zeremonie war das Pflanzen einer Linde neben der neu gestalteten Durchfahrtsstraße. Verkehrsminister Thomas Webel, Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski und Ortsbürgermeister Torsten Winkelmann schwangen dazu den Spaten. Noch in diesem Jahr - voraussichtlich im November - werden weitere 43 Linden sowie rund 200 Sträucher in Kuhlhausen angepflanzt. "Das wird die Gemeinde weiter verschönern", erklärte Thomas Webel.

Nach dem Durchschneiden des Bandes und den drei Salutschüssen der Kanone der Havelberger Schützengilde setzte sich ein kleiner Autokorso mit der Feuerwehr vorweg in Bewegung, um die neue Fahrbahn als erste zu testen. Danach war ein gemütliches Beisammensein angesagt.

Straßenlampen mit LED

Die 750 Meter lange Durchfahrt ist nun mit 6,5 Metern einen Meter breiter als die alte Pflasterstraße. Verlegt wurde zudem ein 450 Meter langer Regenwasserkanal, an seinem Ende entstand ein Auslaufbauwerk. Genau so viele Meter Entwässerungsgräben wurden neu profiliert. Erneuert wurden ein Großteil der Nebenanlagen sowie die Busbucht und ein Buskap, neu sind auch die 13 aufgestellen Straßenlampen - natürlich zeitgemäß mit stromsparender LED-Technik.

Beim Bau der Straße waren auch andere Firmen und Einrichtungen mit ins Boot geholt worden, so die Stadtwerke Havelberg, der Energieversorger Eon sowie die Telekom - sie verlegten ihre Leitungen im Untergrund. Die vorab von den Kuhlhausenern geforderten Leerrohre fürs schnelle Internet wurden aber leider nicht mit verlegt, kritisierte Anwohner Herbert Dierkes am Rande.

Im Zuge der Fahrbahnsanierung wurden 3350 Kubikmeter Frostschutzmaterial eingebaut, auf insgesamt 6500 Quadratmetern wurden die beiden Asphaltschichten verteilt. Gebaut wurde von April bis Oktober - womit die Firma aus dem Brandenburgischen im vorgegebenen Zeitplan blieb. Ein Dankeschön der Festredner ging natürlich auch an die Kuhlhausener, welche bei den Arbeiten einige Belastungen zu ertragen hatten.

Die Landesstraße L2 beginnt in Böhmenzien, führt durch Seehausen und Werben in den Havelwinkel, wo sie am Rehberger Eck an der L18 endet.

 

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