Nach Wochen des Schachtens sind in der Kroppenstedter Sackstraße die ersten Meter des neuen Pflasters verlegt. Schon jetzt lässt sich erahnen, dass die schmale Gasse ein Schmuckstück inmitten des historischen Ortskerns wird.

Kroppenstedt l Kai Nahrstedt, Vorarbeiter eines Hornhäuser Bauunternehmens, setzt mit seinen Kollegen Daniel Weidemann und Marek Hosznek Stein für Stein in die Seitenbereiche der Kroppenstedter Sackstraße. "Dafür verwenden wir ein sogenanntes gerumpeltes Pflaster", erklärt der Fachmann und verweist dabei auf die bereits fertig gestellten Meter der "neuen" Straße. "Für die Straße selbst verwenden wir ein Betonsteinpflaster, für die Zuwegung zu den Grundstücken kleine Natursteinpflastersteine."

Die Arbeiten in der Sackstraße nehmen nach Wochen des Schachtens nun Gestalt an und auch wenn noch etliche Meter zu pflastern sind, lässt sich erahnen, dass die Kroppenstedter Sackstraße ein Schmuckstück wird.

Vor Beginn der Bauarbeiten im Sommer war die Straße ohne Fußweg eher ein Sorgenkind. Nach erfolgtem Kanalbau hatte sich der Zustand der Straße weiter verschlechtert. Das Pflaster wies Schäden auf und da es keine Straßeneinläufe für das Regenwasser gab, sich der Regenwasserkanal ebenso in einem desolaten Zustand befand, standen in der Straße nach einem ordentlichen Schauer oft Pfützen, oder das Oberflächenwasser floss auf ein privates Grundstück und richtete Schäden an.

Mit Beginn der Bauarbeiten vor einigen Wochen wurde zunächst ein Kanal erneuert. Bei einer Kontrolle war festgestellt worden, dass dieser eine zu geringe Dimension hatte. Um den Kanal erneuern zu können, musste auch in einer bereits sanierten Seitenstraße das Pflaster wieder aufgenommen werden. Und so war es Sache des Kroppenstedter Stadtrates, zu Beginn der Bauarbeiten erst einmal einen "Nachschlag" von rund 10000 Euro zur Sicherung der finanziellen Basis der Bauarbeiten zu genehmigen.

Die schmale Straße wird auch in Zukunft keinen Fußweg haben. Um die einzelnen Bereiche der Straße unterscheiden zu können, werden drei verschiedene Pflasterarten verwendet. So entsteht eine sogenannte Verkehrsmischfläche. Und im Übrigen bekommt die Sackstraße auch eine neue Straßenbeleuchtung. Die Arbeiten in der Sackstraße liegen im Zeitplan, hieß es.

In etwa der Mitte der Straße weitet sich diese zu einem kleinen Platz auf. Hier befindet sich eine Pumpe, die bei der Neugestaltung der Sackstraße einbezogen wurde. Wie Kai Nahrstedt berichtet, haben die Bauarbeiter den Brunnen verschlossen, den Sockel neu gesetzt. Und auf diesen kommt dann wieder zur Zierde eine Pumpe, in der Börde auch als Schucke bekannt.

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