Mit einer zünftigen Fete hat die Freiwillige Feuerwehr Langenweddingen ihr 129-jähriges Bestehen gefeiert. Erklärter Höhepunkt des Feuerwehrballs war die Berufung der fünf Anwärter in den aktiven Dienst.

Langenweddingen l Am Sonnabend hatten sich neben den Kameraden der Langenweddinger Feuerwehr auch viele Freunde und Bekannte im "Weißen Schwan" versammelt, um den Höhepunkt eines jeden Jahres gemeinsam zu begehen. Auch Gemeindewehrleiter Marko Dahlke war angereist, um den Abend mit den Kameraden gemeinsam zu begehen.

Es sollte der lang ersehnte große Tag für Sarah Wegener, Stefanie Nevermann, Tobias Rohde, Chris Lebhardt und Kevin Ackermann werden. Sie hatten ihre sechsmonatige Probezeit bestanden, bereits Erfahrungen in der Jugendfeuerwehr gesammelt und wurden nun in den aktiven Dienst berufen.

Langenweddingens Wehrleiter Maik Schneemann ließ in seiner Eröffnungsrede das Jahr 2014 Revue passieren. Er richtete das Wort an die 32 Kameraden, die mit großem Einsatz und stets zuverlässig ihren Dienst verrichtet hatten.

Danach erfolgte die Berufung der Anwärter in den aktiven Dienst. Zu den Gratulanten zählten neben Schneemann der stellvertretende Langenweddinger Wehrleiter Mirko Lehmann sowie der Chef der acht Wehren der Gemeinde Sülzetal, Marko Dahlke. Vor den jungen Leuten, die berufen wurden, liegt nun die Grundausbildung zum Truppmann, Teil zwei. Danach erfolgt die Vollmitgliedschaft. Damit einher geht die Teilnahme an Pflicht- und Sonderlehrgängen. Jörg Methner, Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal, er konnte nicht persönlich beim Feuerwehrball dabeisein, ließ Grüße übermitteln und dankte den Kameraden für deren Einsatzbereitschaft.

Nach dem offiziellen Teil zeigten sich Kameraden und Gäste im mittlerweile gut gefüllten Saal in Feierlaune. Auch späte Besucher fanden den Weg nach Langenweddingen - bis auf einen. "Eigentlich hatten wir Uwe Richter zu mitternächtlicher Stunde erwartet", verriet Maik Schneemann. "Dieser Auftritt fiel ins Wasser. Unser Kamerad hatte wenige Stunden zuvor eine Kreuzfahrt auf der "Aida" beendet. Er sollte um 22Uhr mit dem Flieger in Leipzig landen, verpasste aber den Anschluss und traf nicht rechtzeitig in der Heimat ein, um mit uns auf seinen 50. Geburtstag anzustoßen." Positiv merkte Schneemann an, dass der Abend mustergültig und ohne Vorkommnisse über die Bühne gegangen ist. Einige Kameraden hatten nämlich Bereitschaft und beschränkten sich auf alkoholfreie Getränke. Langenweddingens Wehrleiter dankte dem Förderverein der Feuerwehr und allen, die sich als Unterstützer verdient gemacht haben. Gleichzeitig warb er um Nachwuchs. "Jeder, der uns den Rücken stärken möchte, ist herzlich willkommen. Und wenn derjenige noch im Besitz eines gültigen LKW-Führerscheins ist, wäre das äußerst hilfreich", hofft Maik Schneemann auf Resonanz.