Ein Maulbeerbaum, dessen Früchte für Schmutz sorgen, erhitzt in Hamersleben die Gemüter. Mit diesem Thema hat sich jetzt auch der Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde Am Großen Bruch beschäftigt. Eine Entscheidung soll nun der Gemeinderat treffen.

AmGroßenBruch l Als der Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde Am Großen Bruch jetzt die jüngste Baumschau ausgewertet hat, auf deren Grundlage Gemeindearbeiter oder Firmen Gefahrenquellen beseitigen, kam auch wieder ein Maulbeerbaum ins Gespräch. Über diesen Maulbeerbaum, der unmittelbar am Eingang zur Hamersleber Kindertagesstätte steht, hätten sich nach Informationen von Bürgermeisterin Eva Stroka Eltern und Anwohner beschwert. Die farbintensiven Früchte des Baumes würden Shirts und Hosen der Kinder, aber auch die parkenden Autos verschmutzen. Im Schul- und Sozialausschuss wurde auch berichtet, dass es bereits seit 20 Jahren ein Für und Wider geben würde: Baum fällen oder stehen lassen.

Der Maulbeerbaum sei schon stark beschnitten und eigentlich Bestandteil einer ursprünglichen Hecke. Doch jener Baum sei das letzte Exemplar und viel zu hoch gewachsen. Fakt sei aber auch, dass es immer nur vier Wochen im Jahr Theater gäbe, wenn die Früchte reif seien und vom Baum fallen. Ein Sachverständiger solle sich nun den Baum anschauen. "Was mit der Maulbeere werden soll, dazu muss der Gemeinderat eine Entscheidung treffen", beendete Eva Stroka die Diskussion um den Baum in der Schul- und Sozialausschusssitzung.

Um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, führt die Verbandsgemeinde Westliche Börde in allen Orten zweimal im Jahr, immer im Frühjahr und im Herbst, eine Baumschau durch. Dann werden alle öffentlichen Bäume entlang der Straßen oder auf Plätzen und in Parks genauer unter die Lupe genommen. Sie werden auf Schadensmerkmale wie Totholz, Pilze, Fäulnis oder lose Äste untersucht. "Wo Gefahr ist, wird diese beseitigt. Das erledigen die Gemeindearbeiter oder Firmen", erklärt Ordnungsamtsleiterin Kerstin Mroncz. Nach den Baumschauen in den Orten der Verbandsgemeinde Westliche Börde werde auch festgelegt, welche Bäume weiter unter Beobachtung bleiben, ehe sie möglicherweise gefällt werden. Die Baumschutzsatzung regelt dann die Ersatzpflanzungen.