Angelina Steinbrecht aus Marienborn, Schülerin der sechsten Klasse in Eilsleben, ist als Gewinnerin aus dem Lesewettbewerb ihrer Schule hervorgegangen. Ausgetragen wurde dieser am Mittwochnachmittag in der Begegnungsstätte des Rot-Kreuz-Zentrums "Obere Aller".

Eilsleben l Eine reine Mädelrunde hatte sich für das Lesefinale empfohlen. Sechs Schülerinnen, die im klasseninternen Vorentscheid der 6a und 6b die besten Leistungen abgeliefert hatten und nun vor der gemischten Jury aus Lehrerinnen und Seniorinnen der Begegnungsstätte die letzte Prüfung zur Lesekönigin der Sekundarschule Eilsleben über die Lippen bringen sollten. Mit Bravour bestanden hat die Aufgabe Angelina Steinbrecht. Die Schülerin aus Marienborn schnitt in der Bewertung - eine Summe aus Interpretation, Lesetechnik und Betonung - am besten ab. "Eine verdiente Siegerin", lobten die begleitenden Klassenlehrerinnen Martina Hanstein und Karin Langer. Speziell beim Vortragen des unbekannten Textes habe Angelina "mit einer wunderbaren Betonung und einem hervorragenden Lesefluss" klar punkten können.

Traditionell geht es in dem vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 1959 bundesweit veranstalteten Wettbewerb darum, zunächst die selbst ausgewählte Passage eines Buches vorzulesen. Die Herausforderung besteht hierbei vor allem darin, den für die Zuhörer zumeist fremden Text verständlich und spannend zu vermitteln. Runde zwei bringt die Schwierigkeit mit sich, dass man sich direkt auf eine unbekannte Wortvorlage einstellen muss - laut vor Publikum.

Für die Kaffeegäste in der Begegnungsstätte bedeutete die kleine Lesekonkurrenz der jungen Mädels eine nette Abwechslung, auch wenn die zarten Stimmen der Leserinnen nicht immer völlig durchdrangen. "Das Alter bringt das so mit sich, einige unserer Senioren haben kein ganz so gutes Gehör mehr", bat Mitarbeiterin Stephanie Lohse die Kids vorab schon um möglichst kräftiges Lesen, "aber Hauptsache ist, dass wir einen gemeinsamen Nachmittag verbringen, wir freuen uns sehr, dass die Schule uns heute hier beehrt."

So sah es auch Martina Hanstein, die allen sechs Mädchen ein dickes Lob für Mut und Können aussprach: "Ihr alle lest gern, das ist eine große Freude. Lesen ist Kino im Kopf und entführt in fremde Welten."

 

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