Die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes gehen ab sofort wieder gemeinsam mit der Polizei auf Streife. Und zwar mit den beiden Regionalbereichsbeamten, die seit Anfang Oktober vor Ort sind.

StadtWanzleben-Börde l Mit der Polizei reformiert sich jetzt auch die Verwaltung: Die Mitarbeiter des Wanzleber Ordnungsamtes gehen mit den beiden Regionalbereichsbeamten, Polizeikommissar Lothar Pott und Polizeihauptmeister Peter Zaehle, ab sofort gemeinsam auf Streife und stimmen sich in ihrer täglichen Arbeit ab. "Die Möglichkeiten für die Zusammenarbeit von Regionalbereichsbeamten und der Stadt sind wesentlich größer und vielfältiger geworden, weil sie für diesen Bereich der Gemeinde speziell zur Verfügung stehen. Das sind Aufgaben aus dem Gaststättenwesen, Lärmschutzkontrollen, bis hin zum ruhenden Verkehr, für den wir, und den fließenden Straßenverkehr, für den eben die Polizei zuständig ist", erklärt Ordnungsamtsmitarbeiter Kai Pluntke. Solch eine ergänzende Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei habe es schon einmal gegeben. "Das ist aber bestimmt schon mindestens fünf Jahre her", erinnert sich Pluntke. Jener Kontaktbeamte sei jedoch vorrangig im normalen Streifendienst eingegliedert gewesen - also in Schichten tätig und abrufbereit für reguläre Einsätze. Die Regionalbereichsbeamten hingegen sind ausschließlich für die Arbeit vor Ort zuständig.

Sich austauschen, Probleme schnell erkennen und gemeinsam eine Lösung finden - das ist das Ziel. Die Beteiligten sehen es als Weg, den Spagat der Polizeireform zu bewältigen: Trotz sinkender Zahl der Polizisten im Land sollen die Beamten vor Ort präsent und sichtbar sein. So auch in den Gemeinden der Stadt Wanzleben - Börde - als Ansprechpartner für die mehr als 15000 Einwohner. In regelmäßigen Abständen rücken nun die Ordnungshüter mit den Polizisten zum gemeinsamen Außendienst aus - und das auch in den Abendstunden. "Zusammen treten sie für die Einhaltung von Ordnung und Sicherheit auf. In dieser Woche wurde Dienstagabend beispielsweise der Spielplatz in der Wanzleber Schulpromenade gemeinsam kontrolliert. Hier hatte es immer wieder Bürgerbeschwerden über Lärm, Müll, illegales Abfeuern von Feuerwerkskörpern, Vandalismus und freilaufende Hunde gegeben", zählt Kai Pluntke die Liste von Verstößen auf. Die hier angetroffenen Jugendlichen hätten sich von alledem aber nichts zu Schulden kommen lassen, merkte er an. Die Regionalbereichsbeamten sind unter der Telefonnummer 039209/47137 oder 47138 erreichbar. Bürger können hier ihre Hinweise, Fragen oder Beschwerden loswerden.

Ordnungsamtsleiterin Sylvia Dammering betonte, dass es bei der Zusammenarbeit nicht darum gehe, mehr Knöllchen an die Bürger zu verteilen. "Vielmehr geht es um Vorbeugung und darum, das Sicherheitsgefühl in den Orten zu stärken. Wir suchen gemeinsame Nähe, um mehr Nähe zum Bürger zu schaffen", so Dammering.

 

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