Zehn Tonnen an Ausrüstung und Gerätschaften haben Helfer der Eilsleber Kirchen am Wochenende für das Diakoniezentrum in Tandala verladen. Der Container wird nun in Hamburg verschifft und zum Jahresanfang 2015 in Tansania erwartet.

Eilsleben/Siegersleben l Ein durchaus ungewöhnliches und obendrein sperriges Geschenk haben Familie Timme sowie Marco Ruprecht, Ingo Gröhn, Florian Beinroth, Herbert Hüttl, Dieter Helmecke und Sebastian Beinroth aus Eilsleben geschnürt. Sieben Stunden lang waren sie am Sonnabend auf dem Landwirtschaftshof und Stiftungsgut Garben in Siegersleben damit beschäftigt, einen Transportcontainer für die Freunde in Tansania zu bestücken. "Hauptsächlich Material für die neue Tischler- und Behindertenwerkstatt in Tandala, darunter eine komplette Elektroanlage", so Organisator Christoph Timme.

Die evangelische Kirchengemeinde Eilsleben leistet seit vielen Jahren bereits mit Spenden, Material und Tatkraft Aufbauhilfe im dortigen Diakoniezentrum. Die jüngste Fuhre Hilfsgüter sei auf das "höchst dankenswerte Engagement vieler Spender und Partner" zurückzuführen, so Timme. Zum Beispiel habe Schmiedemeister Christian Schreiner aus Remkersleben eine komplette Feldschmiede im Wert von 1500 Euro zur Verfügung gestellt, finanziert von ihm selbst sowie von Spenden aus dem Bekanntenkreis und einer 700-Euro-Zuwendung der Innung Metallbau.

Herbert Hüttl von der katholischen Gemeinde hat einen Langholzanhänger für die Freunde in Afrika aufgearbeitet. "Man könnte also sagen, es ist ein ökumenisches Hilfsprojekt", so Hüttl. Und sogar ein kleiner Traktor mit Radladeraufbau, den Chistoph Timme gebraucht, aber funktionstüchtig über Bekannte in Süddeutschland besorgen konnte, hat in dem Container, den die evangelische Gemeinde Eilsleben eigens gekauft hat, Platz gefunden.

Montagfrüh trat das Zehn-Tonnen-Gepäck die erste Reiseetappe Richtung Hamburger Hafen an. "Noch am Abend wird der Container verschifft", erklärt Timme, "und kommt dann hoffentlich in zwei bis drei Monaten in Daressalam an." Von der Hafenstadt im Osten des Landes geht es schließlich wieder über Land hoch ins Gebirge des Südwestens. "Fürs nächste Jahr ist dann geplant, dass einige Handwerker und Fachleute von hier nach Tandala reisen, um den Aufbau insbesondere der Elektroanlage zu begleiten und in die Bedienung einzuweisen", so Christoph Timme.

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