Altbrandsleben l Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke sagte kürzlich im Volksstimme-Gespräch zur bevorstehenden Haushaltsdiskussion, dass der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Altbrandsleben oberste Priorität für ihn hat. Er könne nicht oft genug das Engagement der Altbrandsleber Kameraden würdigen, die trotz der schlechten Bedingungen, die im Gerätehaus herrschen, der Feuerwehr die Treue halten. Andererseits hatte Klenke auf die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehr in Altbrandsleben hingewiesen. Gäbe es diese nicht, könnten Rettungsfristen nicht eingehalten werden.

Erste Schritte zum Bau eines neuen Gerätehauses leitete nun der Oschersleber Bauausschuss ein. Mit dem Beschluss, einen Bebauungsplan aufzustellen, wurde auf einer Fläche "An der Schmiedebreite" in Altbrandsleben jüngst Baurecht geschaffen. Das Grundstück hatte sich die Stadt für das geplante Projekt im Vorfeld bereits gesichert.

Mathias Steffen, Mitarbeiter der Planungsabteilung der Stadtverwaltung, hatte den Mitgliedern des Bauausschusses die Dringlichkeit des vorliegenden Beschlusses erläutert. Ein Protokoll der Feuerwehrunfallkasse, in welchem auf die unzumutbaren Bedingungen im jetzigen Gerätehaus hingewiesen wird, sei auch schon zehn Jahre alt. "Auch ohne Fördermittel ist der Neubau unbedingt erforderlich und bei der Feuerwehr handelt es sich nun einmal um eine Pflichtaufgabe der Stadt", machten Mathias Steffen und auch Ordnungsamtsleiter Gerd Ludwig die aktuelle Lage deutlich.

Die prekäre Situation, die derzeit im Gerätehaus vorzufinden ist, beschrieb der stellvertretende Wehrleiter Uwe Reinsch mit prägnanten Worten: In den Wintermonaten würde im Haus eine Temperatur von nur zwei Grad herrschen, es gäbe keine sanitären Anlagen. Gern könnten sich die Stadträte das Gerätehaus anschauen und sich selbst einen Eindruck darüber verschaffen, unter welch unwürdigen Bedingungen hier Ehrenamtliche einen verantwortungsvollen Dienst leisteten.