Einen Monat nach der Scheckübergabe hat der kooperierende Borussia-Dortmund-Fanclub seine Angriffswelle für die Renovierungsarbeiten im Kinder- und Jugendheim "Hans Löscher" gestartet. Sie richten die alte Aula und den angeschlossenen Sportraum neu her.

Wefensleben l Der Fanclub hat Wort gehalten. Zahlreiche Mitglieder der "Sachsen-Anhalt-Borussen", die übrigens in Ost und West zuhause sind und ihrem BVB-Hobby frönen, opfern derzeit regelmäßig ihre Wochenendfreizeit zugunsten des Projekts im Wefensleber Kinderheim. "Es geht sichtlich voran", freut sich Erzieherin Sandy Ritzmann. Sie hatte, flankiert vom Fanclub, in dem sie mit ihrem Partner und Sohn Mitglied ist, das von der Borussia-Dortmund-Stiftung "leuchte auf" mit 5000 Euro geförderte Fanprojekt initiiert.

Das Prinzip dahinter ist so simpel wie hilfreich: Die "Schwarzgelbe Familie" engagiert sich regional für soziale und gemeinnützige Zwecke, die BVB-Stiftung rüstet sie mit dem nötigen Kleingeld aus. "Dass unser Antrag erfolgreich war und dann auch noch mit so viel Geld bedacht wurde, obwohl wir so weit weg von der Dortmunder Zentrale liegen, erfüllt uns einfach mit Stolz und hat eine echte Euphorie ausgelöst", sagt Ritzmann.

Am vergangenen Wochenende hat sich die aus sämtlichen Himmelsrichtungen angereiste Arbeiterkolonne insbesondere den Hauptraum des Hauses vorgenommen, der noch vor Weihnachten als Freizeitbereich mit Sitzecke und Karaokebar in neuem Glanz erstrahlen soll. Auch im sportlich geprägten Nebenraum ist der Anfang gemacht, hier ist der Aufwand aufgrund des Zuschnitts und der alten Sanitäranlagen jedoch größer. Einen frischen Anstrich haben außerdem die Rahmen des gläsernen Vorbaus erhalten.

"Die Vorarbeiten waren doch üppiger und haben mehr Zeit in Anspruch genommen als zunächst gedacht, weil alles so alt ist, aber ich denke, wir liegen trotzdem gut im Plan. Den Freizeitraum will ich mit den Kindern bei meiner Prüfung im Dezember einweihen", erklärt Sandy Ritzmann.

Dieses Wochenende geht`s weiter. "Glücklicherweise ist es so, dass wir für die verschiedensten Aufgaben auch Männer vom Fach in unseren Reihen haben", ist Ritzmann dankbar. Das sei neben der finanziellen Spende der wichtigste Unterpfand fürs Projektgelingen.

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