Die Bördeklinik in Neindorf will mit einem erweiterten Leistungsspektrum in das neue Jahr starten. So eröffnen am 1. Januar die zwei neuen Abteilungen "Plastische, Ästhetische und Handchirurgie" und "Kardiologie", bei Helios "Departements" genannt. Ein Herzkathederlabor soll folgen.

Neindorf l "Ich freue mich, dass wir mit Hans-Georg Damert und Ali Ghanem zwei erfahrene Mediziner für unsere beiden neuen Departements gewinnen konnten", erklärte Klinikgeschäftsführer Michael Lange. Damert soll die Abteilung für plastische, ästhetische und Handchirurgie leiten, Ghanem die Kardiologie.

Der gebürtige Halberstädter Hans-Georg Damert studierte Medizin an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und ist seit 2008 Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, seit 2010 mit der Zusatzbezeichnung Handchirurgie. Ab 2007 war er zudem in der Universitätsklinik als Oberarzt tätig.

Transplantation von Haut, Sehnen und Nerven

"Neben der Ästhetischen Chirurgie, also Straffungsoperationen oder Faltenbehandlung, biete ich Patienten auch die Brust-, Hand- sowie rekons- truktive und Nervenchirurgie an", beschrieb der Spezialist seine künftigen Aufgabenbereiche in Neindorf. Dazu zähle beispielsweise die Therapie von Erkrankungen wie Arthrose in Hand- und Fingergelenken oder des Karpaltunnelsyndroms, also einer Schädigung des Mittelnervs im Handgelenk. Auch die Behandlung von Verbrennungen sowie die Transplantation von Sehnen und Nerven bei Schädigungen könne mit Beginn des kommenden Jahres in Neindorf durchgeführt werden.

In der neuen Abteilung für Kardiologie innerhalb des Zentrums für Innere Medizin wird unter Leitung von Ali Ghanem das Diagnose- und Behandlungsspektrum im Bereich der Herzerkrankungen erweitert. Nach dem Medizinstudium an der Universität "Tishreen" in Latakia in seinem Heimatland Syrien arbeitete der 44-Jährige bis 1996 als Assistenzarzt in Damaskus. Anschließend war er zwei Jahre als wissenschaftlicher Assistent an der Universitätsklinik Magdeburg tätig, wo er 2004 seine Facharztausbildung für Innere Medizin absolvierte und 2006 die Zusatzqualifikation Kardiologie erworben hat.

Implantation von Defibrillatoren

"Ein besonderer Schwerpunkt im neuen Departement ist die Vorbereitung und Einführung eines Herzkatheterlabors im zweiten Halbjahr 2015", versprach Ali Ghanem. Perspektivisch seien der Aufbau einer interventionellen Kardiologie, unter anderem zur Versorgung von Herzinfarktpatienten, sowie der Einsatz von implantierbaren Defibrillatoren und Schrittmachern geplant.

"Seit diesem Jahr haben wir zudem eine speziell ausgebildete Hypertensiologin, also eine Expertin im Bereich Bluthochdruck", ergänzte die ärztliche Direktorin der Bördeklinik, Heike Bien. Abschließend sagte sie: "Die neuen Departements werden sich optimal in die bereits bestehenden Strukturen unserer Klinik eingliedern, sodass wir Patienten ab Januar ein noch umfangreicheres und wohnortnahes Versorgungsangebot bieten können".

Jährlich rund 7000 Patienten in Neindorf

Die Bördeklinik in Neindorf verfügt in fünf Fach- und zwei Belegabteilungen über 184 Betten. Rund 270 Mitarbeiter versorgen jährlich etwa 7000 stationäre Patienten. Der Helios-Konzern hatte das Krankenhaus im Frühjahr von der Rhön AG übernommen.

   

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