Die Wulferstedter Poststraße ist für den Verkehr wieder freigegeben. Ein Großteil der im September begonnenen Sanierungsarbeiten wurde dieser Tage fertig. Restarbeiten werden im nächsten Jahr erledigt, ohne die Straße noch einmal zu sperren.

Wulferstedt l Dass die Strommasten mit den Oberleitungen nun immer noch stehen war zwar so nicht geplant, stört aber die Fußgänger und Kraftfahrer nicht weiter. Für sie ist die Wulferstedter Poststraße nebst Kastanienplatz jetzt wieder freigegeben und passierbar. Sogar sehr gut passierbar, denn das holprige Kopfsteinpflaster ist durch glattes Betonsteinpflaster ersetzt worden.

Die meisten Arbeiten sind bereits erledigt

Und damit sind die meisten der in dieser Straße vorgesehenen Sanierungsarbeiten erledigt und ist nun Baustellen-Winterpause. "Die Restarbeiten, beispielsweise in einer angrenzenden Stichstraße, erfolgen nach dem Winter im nächsten Jahr", sagt Katrin Otto. Und die für den Tiefbau zuständige Mitarbeiterin der Verbandsgemeinde Westliche Börde bescheinigt den Mitarbeitern des Baubetriebes Hornhausen bisher eine gute und schnelle Arbeit.

Nur das mit den Strommasten hat nicht so geklappt wie geplant. Das Energieunternehmen hat zwar die neuen Leitungen in der Erde, aber es nicht geschafft, alle Grundstücke an diese neue Stromversorgungsleitung anzuschließen. So dass die Masten noch über Winter stehen bleiben müssen und erst nach Fertigstellung der neuen Stromversorgung im nächsten Jahr verschwinden werden.

Weshalb es nun auch in diesem Jahr nicht mehr möglich war, alle vorgesehenen neuen Straßenlaternen aufzustellen, weil an deren geplanten Standorten jene alten Masten mit den Freileitungen noch stehen. "Aber auch das ist kein Problem für die Anwohner und Passanten, denn die alte Straßenbeleuchtung funktioniert noch im vollen Umfang und wird in diesem Winter nochmal genutzt", sagt Katrin Otto.

Im September war mit den Arbeiten an der Poststraße begonnen worden, die einschließlich des Kastanienplatzes etwa 300 Meter lang, jedoch sehr schmal ist. Deshalb gibt es dort auch nach der Sanierung keine ausgesprochenen Fußwege. Vielmehr sind die Bereiche für Fahrzeuge und Fußgänger mit verschiedenfarbigen Pflastersteinen gekennzeichnet worden. Und auch die Grünflächen bleiben in der bisherigen Größe erhalten.

Wie auch die erst vor 20 Jahren verlegte Trinkwasserleitung entgegen erster Pläne nicht erneuert worden ist. Denn im Vorfeld der Sanierungsarbeiten hatte eine auf Anregung von Bürgern vorgenommene Prüfung des Zustandes dieser Leitung ergeben, dass sie nicht erneuert werden muss.

Europäische Union hat das Projekt gefördert

Etwa 320000 Euro kosten die von der Gemeinde Am G=roßen Bruch in Auftrag gegebenen Straßensanierungsarbeiten. Von denen sie jedoch nur etwa 115000 Euro aus der eigenen Tasche zahlen muss. Die restlichen 205000 Euro kommen von der Europäischen Union. Dieses Projekt ist das letzte in der Westlichen Börde, das im Rahmen des alten EU-Förderprogramms "Leader" finanziell unterstützt wird.

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