Am Heiligen Abend Karpfen mit Salzkartoffeln oder Kartoffelsalat mit Bockwurst? Auf dem Weihnachts-Mittagstisch Gans, Ente oder Wild? Kirchenbesuch ja oder nein? Solche und andere Fragen haben einige bekannte Personen der Volksstimme beantwortet.

Oschersleben l Wie für die meisten anderen auch, ist für die fünf befragten Personen des öffentlichen Lebens Weihnachten das Fest der Familie. Die Festtage werden gemeinsam mit Kindern und Enkeln, Brüdern und Schwestern oder auch Tanten und Onkels verbracht. Aber bei den weihnachtlichen Gepflogenheiten gibt es doch einige Unterschiede.

So lässt beispielsweise Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke niemanden in seine Nähe, wenn er den Weihnachtsbaum schmückt. Das erledigt er seit ehedem einen Tag vor Heiligabend allein und "ganz konservativ", wie er sagt. Also mit Kugeln, Strohstern und Lametta. Aber es muss Blei-Lametta sein. Das sowohl zu DDR-Zeiten als auch jetzt nicht so einfach zu bekommen sei, jedoch ab und zu erneuert werden müsse. "Zum Glück habe ich ein Geschäft gefunden, in dem es noch Blei-Lametta gab", sagt Klenke, der Heiligabend nach einem leichten Mittagsessen den Nachmittag mit seiner Frau bei seinem 100-jährigen Vater im Pflegeheim verbringen wird. Am Abend geht es nach Groß Germersleben in die Kirche. Und am 1. Weihnachtstag beginnt schon recht früh eine Rundreise. "Dann besuchen wir unsere Kinder und die inzwischen sechs Enkelkinder."

Auf die gemeinsamen Weihnachtsstunden mit ihrem Enkelsohn freut sich auch Ines Becker. Die Verbandsgemeindebürgermeisterin der Westlichen Börde wird den Heiligen Abend mit ihrem eineinhalb Jahre alten Liebling in Halberstadt, gemeinsam mit ihrem Ehemann bei der Familie ihrer Tochter verbringen. Und am 1. und 2. Weihnachtstag stehen Treffen mit den Familien ihrer beiden Geschwister und mit den beiden Geschwistern ihren Mannes an. Und Ines Becker verrät auch noch, auf welches Weihnachtsessen sie sich besonders freut. "Das ist die Ente, die meine Mutti für uns zubereiten wird".

Auch TAV-Geschäftsführerin Vinny Zielske lässt sich von der Volksstimme in die Speisekarte ihrer Weihnachtsmenüs gucken. Auf der stehen beispielsweise Heiligabend zu Mittag gebratene Weißwurst und am Abend Raclett. Zwischen diesen Mahlzeiten wird Vinny Zielske gemeinsam mit ihrem Lebenspartner in der Kirche sein, um dort unter anderem dem Chor zuzuhören, in dem ihr Lebenspartner mitsingt. "Darauf freue ich mich schon sehr", sagtVinny Zielske, die sich aber nicht minder darauf freut, dass ihr Sohn Weihnachten zuHause sein wird. Um dann auch am 1. Weihnachtstag gemeinsam am Mittagstisch zu sitzen, auf dem eine Weihnachtsgans, Klöße und Rotkohl stehen werden.

Bei Burkhard Kanngießer wird hingegen am 1. Weihnachtsfeiertag Wild auf dem Mittagstisch stehen. Der Vorsitzende der TAV-Verbandsversammlung und SPD-Fraktionschef im Oschersleber Stadtrat schwört seit vielen Jahren auf Weihnachts-Wildbraten aus dem einheimischen Hohen Holz. Wobei das Essen für Kanngießer zu Weihnachten nur zweitrangig ist. "Ich freue mich vor allem auf Weihnachten in Familie und dabei besonders auf mein Enkelkind", sagt Kanngießer, der zudem mit seiner Familie Heiligabend die Christmette in der Oschersleber Marienkirche und dort auch noch einen Gottesdienst zu Weihnachten gemeinsam mit der Familie besuchen wird.

Gemeinsam mit der Familie wird auch Lothar Lortz aus Hornhausen das Weihnachtsfest verbringen. Der Vorsitzende des Oschersleber Stadtrates verrät, dass er und seine Ehefrau in großer Runde gemeinsam mit den zwei Töchtern und weiteren Verwandten Heiligabend verbringen und unter anderem Piroggen essen wird. An den beiden Weihnachtstagen werde sich die Verwandtschaft in kleinere Gruppen aufteilen und das Fest hier und da "ruhig und gemütlich" verbringen.

   

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