Alle Jahre wieder verwandelt sich der Burghof von Ampfurth in eine Märchenkulisse. Und diese konnte in diesem Jahr nicht idealer sein: Rapunzel ließ ihr goldenes Haar vom hohen Burgturm herunter.

Ampfurth l Auch die Ampfurther Eltern wissen das dicke Märchenbuch der Gebrüder Grimm zu schätzen. Alle Jahre wieder schlüpfen Muttis und Vatis von Kindern, die in der Kindertagesstätte "Burggeister" betreut werden, zur Weihnachtszeit in die Rollen von bekannten Märchenfiguren. Lädt die Kita zur Weihnachtsfeier ein, führen die Eltern ein Märchen für ihre Sprösslinge auf.

Nun befindet sich die Kita in den Räumen der alten Burg und damit in wahrlich märchenhafter Kulisse. Und für das Märchen 2014 wurde sogar der hohe, seit einem Jahr sanierte und begehbare Burgturm, in dem sich einst eine Station der Preußischen Optischen Telegrafenlinie befand, einbezogen. "Rapunzel" wurde in den Turm verbannt und ließ ihr goldenes Haar herunter.

Premiere des Märchens ist alljährlich zur Weihnachtsfeier der Kita. Eine weitere Aufführung findet stets am vierten Adventssonntag statt, wenn der Förderverein Schloss Ampfurth zum gemütlichen Beisammensein auf den Burghof einlädt. Auch am vergangenen Sonntag hatten sich wiederum zahlreiche Ampfurther Bürger und Gäste zur Märchenaufführung eingefunden und ließen sich so manchen Becher Glühwein zum Aufwärmen schmecken.

Kostüme und Requisiten selbst gebastelt

Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins Schloss Ampfurth, Achim Röttger, war genau wie das Publikum am Ende begeistert und lobte die schauspielerischen Talente der Laiendarsteller. Die Kostüme und vor allem die Requisiten waren im Kindergarten in zahlreichen Bastelstunden entstanden oder einfach im Laufe der Jahre gut aufgehoben worden. Einen Teil der Kostüme hatten sich die Märchendarsteller Andreas Schmalsteig, Josi Könnecke, Anna Bieberle, Jannett Künnemann, Claudia Prieb, Marion Becker, Christopher Schüssler, Josi Könnecke, Sandra Könnecke und Sandy Sita aus dem Fundus der Stadt Oschersleben ausgeliehen. In jedem Fall hatten Schauspieler wie Zuschauer gemeinsam wieder viel Spaß.

Die Frage, wie lange denn schon Märchen in Ampfurth aufgeführt werden, konnte am Sonntag niemand so recht beantworten. Einigkeit wurde darin erzielt, dass wohl schon mehr als 20 Jahre vergangen sind, seit die Kita alljährlich in der Vorweihnachtszeit im dicken Grimmschen Märchenbuch blättert und die Eltern ihre Kinder sowie die Ampfurther mit den Geschichten erfreuen. Dabei reden die Schauspieler oftmals wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und lassen Ampfurther Anekdoten einfließen.

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