2000 Steine haben die Jungen und Mädchen der Grundschule "Burg Ummendorf" im Dezember ausgemalt. Die bunten Rechtecke an der Wand stehen symbolisch für die Spendenleistung für ein Hilfsprojekt der evangelischen Kirchengemeinde Eilsleben. Damit wird der Bau einer Behindertenwerkstatt in Tansania unterstützt.

Ummendorf l Projektkoordinator Christoph Timme konnte hinter die nächste Fuhre Steine ein Häkchen setzen. Für 2000 Stück hat die Schule im Zuge ihrer Spendensammlung die Kaufpatenschaft übernommen. "Lehrerinnen und Kinder haben in den letzten Wochen gespendet", erklärt Schulleiterin Liane Helmecke, "und so viele Ziegelsteine ausgemalt, wie Geld zusammengekommen ist." 400 Euro bedeuteten reichlich Ausmalarbeit. Im Schulflur ist das Ergebnis in Form eines aus den Ziegelsteinen "gebauten" Papierhauses zu sehen.

"Ihr könnt stolz darauf sein", lobte Christoph Timme angesichts der 2000 Kästchen und signierte die Dankesbekundung im Dach mit einem "Asante sana!" - Swahili für "Vielen Dank!". 40000 Ziegelsteine sind für den Werkstattbau im Diakoniezentrum Tandala veranschlagt, dazu 23 Wellblechplatten und zehn Kubikmeter Holz. "Auch dank euch fehlen jetzt nur noch 7544 Steine", ließ Timme wissen. 2010 hätten sie Vorbereitungen für das aufwendige Projekt begonnen, seit 2012 wird in Tandala gebaut. Bilder vom Stand der Arbeiten führten den Kindern vor Augen, dass ihre Spende wirklich hilft und gebraucht wird.

"Die evangelische Kirchengemeinde in Eilsleben leistet in Tansania seit Jahren unter Federführung der Familie Timme Aufbauhilfe. Und auch unsere Schule steht im Briefkontakt mit der Schule in Tandala", berichtet Liane Helmecke. "So war es uns ein Bedürfnis, das Vorhaben finanziell zu unterstützen." Sie selbst werde demnächst noch ihren Mann entbehren müssen, schmunzelte Timme, "denn er wird zu der Handwerkergruppe gehören, die Ende Februar nach Tandala reist, um bei der Einrichtung der Werkstatt zu helfen."

Schiff ist schon fast da

In diesem Zusammenhang bestätigte Timme, dass der Gütercontainer, der im November per Schiff auf den Weg nach Ostafrika gebracht wurde (Volksstimme berichtete), wohl plangemäß ankommen wird: "Vielleicht sogar noch in diesem Jahr, darauf ließ die letzte Position schließen, aber auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es ja nicht an. Das Schiff läuft mehrere Häfen an, da gibt es keine festen Fahrzeiten."

Timme ist schon gespannt auf den Besuch: "Ich denke, da werden wir quasi die Zielgerade in dem großen und langen Projekt vor Augen haben." Den Ummendorfer Schülern würde er nach der Rückkehr im März gern davon berichten.

 

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