Der Vorstand des Tierschutzvereins Oschersleben (TSV) hat eine positive Bilanz seiner Arbeit im ablaufenden Jahr 2014 gezogen. So konnten zahlreiche streunende Katzen tierärztlich behandelt, kastriert und teilweise sogar vermittelt werden.

Oschersleben l "Die Mitglieder unseres Vereins können mit der Arbeit durchaus zufrieden sein, auch wenn es noch eine Menge zu tun gibt", sagt die TSV-Sprecherin Gabriele Pelcynski. Besonders stolz sei sie auf die Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft Bewos, der Wohnungsgenossenschaft "Neues Leben" sowie der Stadtverwaltung. Gemeinsam hatten die vier Partner im Frühjahr mit einer Aktion begonnen, in der Katzen eingefangen, tierärztlich behandelt und kastriert sowie anschließend wieder freigelassen werden sollten. "Im Zuge dieser Maßnahmen konnten insgesamt 20 Samtpfoten eingefangen und wenige Tage später wieder in ihrer gewohnten Umgebung ausgesetzt werden", beschreibt Pelcynski.

Außerdem sei es durch den unermüdlichen Einsatz der Tierschützer möglich gewesen, 13 herrenlose Tiere in ein neues Zuhause bei einer Familie zu vermitteln. Ferner seien 23 kranke herrenlose Fundtiere einem Tierarzt zugeführt und dort behandelt worden. "Wir bekamen über unser Notruftelefon Hinweise aus der Bevölkerung, wo sich die pflegebedürftigen Vierbeiner aufhalten. Dann wurden diese von Mitgliedern unseres Vereins eingefangen, vom Tierarzt behandelt, gepflegt und dann wieder ausgesetzt", beschreibt die TSV-Sprecherin.

Doch nicht alle Katzen müssen ihr Leben weiterhin in der freien Wildbahn fristen. "Aufgrund der Hilferufe in der Volksstimme konnten neun Stubentiger sogar in ein heimeliges Zuhause vermittelt werden", freut sich Pelcynski.

Um die Samtpfoten einfangen zu können, musste der Verein zuvor tief in die Kasse greifen. So seien von Spendengeldern Fallen, Transportboxen und Handschuhe im Wert von mehreren hundert Euro angeschafft worden.

Als einen "großen Wurf" bezeichnet Gabriele Pelcynski die Errichtung der Futterspendenbox bei Marktkauf in der Anderslebener Straße in Oschersleben. "Das lief im ersten Jahr supererfolgreich. Alle zwei Wochen ist die große Kiste prall gefüllt mit Gaben", sagt die Tierschützerin und dankt allen Spendern, auch jenen, die den Verein mit Geldbeträgen unterstützen. "Ohne die Geber würden wir nicht arbeiten können."

Während die Euros ausschließlich in Equipment geflossen seien, würden die Futterspenden an die zu behandelnden Tiere weitergereicht beziehungsweise an Pflegestellen. "Auch hilfsbedürftige Menschen, die sich um herrenlose Katzen kümmern, bekommen vom Kuchen etwas ab. Allerdings kontrollieren wir schon ganz genau, ob Frauchen oder Herrchen uns nicht betrügen und einfach nur Geld sparen wollen", betont Gabriele Pelcynski.

"Ich würde mir wünschen, dass sich im neuen Jahr noch mehr Oschersleber melden, die bei uns ehrenamtlich tätig werden wollen. Insbesondere sind wir immer auf der Suche nach Pflegestellen, also Tierliebhabern, die Katzen für eine bestimmte Zeit beherbergen, bis sie wieder gesund sind und entweder freigelassen oder aber in eine neues Zuhause vermittelt werden können", sagt die TSV-Sprecherin abschließend.

Der Tierschutzverein Oschersleben ist unter folgender Rufnummer zu erreichen: 0157/86 296533.

Bilder