Insgesamt 24 Wanderfreudige haben sich am Sonnabend trotz des Sturmes auf zur Grünkohlwanderung der Freiwilligen Feuerwehr Neuwegersleben gemacht. Allerdings blieben die Männer unter sich, konnten sie wiederum keine Frau zum Mitwandern begeistern.

Neuwegersleben l Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neuwegersleben hatten am vergangenen Sonnabend zur traditionellen Grünkohlwanderung eingeladen. Mit Sorgenfalten hatte Ortswehrleiter Detlef Maryniak bereits Tage zuvor die Wetterprognosen verfolgt, die mit angekündigtem Sturm und Regen nichts Gutes erahnen ließen.

Dem Wetter trotzend und mit geeigneter Kleidung brachen dennoch insgesamt 24 wanderfreudige Männer des kleinen Ortes am Bruch zum langen und bisher unbekannten Fußmarsch auf. "Auch in diesem Jahr mussten wir wieder ohne Frauen wandern", meinte Detlef Maryniak, der das Fehlen der holden Weiblichkeit immer wieder aufs Neue bedauert.

So startete die reine Männerrunde vom Feuerwehrgerätehaus in Richtung Neudamm, bog ab in das Große Bruch, wanderte über Dämme und Wiesen und steuerte direkt auf den Ort Schlanstedt zu. Morastiger Boden sowie permanente Sturmböen machten es den Wandersleuten nicht leicht, denn mal pfiff der Wind von vorn und mal von der Seite. Dennoch ging es zügig und gut gelaunt voran.

Während einer Marschpause auf halber Strecke war für das leibliche Wohl gesorgt. Hier durften alle 24 Rucksäcke geöffnet und aus jedem einzelnen gekostet werden. Mit einem reichhaltigen Angebot aus Süßem, Saurem, Herzhaftem, Flüssigem und den selbst eingelegten Salzgurken von Oma Gerda Stadler aus Neuwegersleben stärkte sich die Gruppe und rüstete sich satt und zufrieden für den Rückweg. Zum Glück gab es heimwärts jede Menge Rückenwind.

Zwischenzeitlich rührte Kamerad Albert Busse in Neuwegersleben permanent im großen Grünkohltopf, schmeckte ab und zeigte sich zufrieden über die vorbereitete Gaumenfreude für die Wanderer. Zusammen mit Ehefrau Uschi verarbeitete er zahlreiche Kilo Kammfleisch, Kasseler und Knacker zu einer deftigen Grünkohlmahlzeit.

Verraten wollte er sein Geheimrezept bis heute nicht, aber einen kleinen Tipp gab er dennoch zum Besten. "Immer rühren, rühren, rühren", berichtete er und erntete ein großes Lob aller Wanderer, die nach insgesamt 17 Kilometern Fußmarsch einen wahrhaftigen Hunger mitgebracht hatten.