Wanzleben l Im Vereinsgebäude des SV Blau-Weiß Empor Wanzleben haben Unbekannte in der Nacht zum Sonnabend bei einem Einbruch Schaden angerichtet. Gegen 8.15 Uhr entdeckte ein Trainer den Einbruch. Die Täter hatten zunächst die beiden Haupteingangstüren gewaltsam geöffnet und dann offenbar die Räume durchstreift. Schubladen blieben nach Angaben von Vereinspräsident Rüdiger Petrasch aber unberührt. Die Eindringlunge entwendeten offensichtlich nichts, richteten aber einen noch nicht bezifferten Sachschaden an. Petrasch erklärte verärgert: "Sechs Türen sind insgesamt zerstört worden, vier Außen- und zwei Innentüren."

Tischlereimitarbeiter Michael Fieweger musste am Sonnabendmorgen noch die aufgebrochenen Eingangstüren notdürftig reparieren, damit das Gebäude über das Wochenende wieder gesichert ist. Den angerichteten Schaden wird zunächst die Stadt als Eigentümerin des Gebäudes begleichen müssen. Der Verein ist nur Mieter der Räumlichkeiten.

Das Geld könnte sich die Stadt irgendwann zurückholen, falls die Polizei die Eindringlinge ermittelt. Die Beamten nahmen am Sonnabendmorgen Spuren und eine Anzeige auf. Die Ermittler bitten mögliche Zeugen sich unter der Telefonnummer 039209/470 zu melden.

Besonders ärgerlich sei für Petrasch, dass es im Vereinsheim eigentlich nichts zu holen gibt und dennoch solch hoher Schaden zu beklagen ist. "Wir haben hier nur alte Rechner. Hier sind keine Reichtümer zu finden. Die Täter haben nichteinmal eine Schublade aufgezogen und müssen nur durch die Räume gelaufen sein", sagt er. Bis zur ersten Etage, dem Sitz der Sportjugend Börde, zog es die Einbrecher offenbar schon gar nicht mehr. Die Tür blieb unbeschädigt, so Petrasch.

Nach seinen Angaben sei dies der erste Einbruch seit mehreren Jahren. "So lange hatten wir glücklicherweise Ruhe." Der Verein zählt rund 200 Mitglieder - vom Fußball bis zur Damensportgruppe.

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