Oschersleben l Oschersleben hat seinen dritten Bürgermeisteranwärter. Neben dem SPD-Kandidaten Benjamin Kanngießer und der Einzelbewerberin Andrea Hasselmann hat mit Andreas Kersten nun auch der Ortsverband der CDU seinen Bürgermeisterkandidaten. Er setzte sich am Donnerstagabend auf der Wahlveranstaltung seiner Partei mit 19 zu 8 Stimmen gegen Mitbewerber Stephan Maindok durch.

"Die Entscheidung, für das Amt zu kandidieren, fiel sehr kurzfristig. Doch Zeit, um mir diesen Schritt reiflich zu überlegen, blieb mir noch genug", sagte der im Jahr 1967 in Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg) geborene Kersten. Er lebt seit 1988 in Oschersleben und ist Mitglied der CDU. Der Diplom-Ingenieur arbeitet seit 2009 im Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt, das dem Finanzministerium unterstellt ist. Dort ist er unter anderem für die Betreuung von Fördermittelmaßnahmen zuständig.

"Mein Ziel ist es, Oschersleben als `grüne Stadt mit einem Lächeln` zu etablieren", sagte Kersten am Freitag gegenüber der Volksstimme und ergänzte: "Die Zufriedenheit der Bürger liegt mir dabei besonders am Herzen. Hierfür möchte ich mit ihnen in einen Dialog treten. Vor allem anstehende Bauprojekte wie Tunnel, Kombibad und Kunstrasenplatz sollten noch einmal auf den Prüfstand und gemeinsam mit den Bürgern diskutiert werden."

Die Mitglieder des CDU-Ortsvereins hatten auf einer Wahlveranstaltung im Dezember bereits versucht, einen Kandidaten für das höchste Amt der Stadt zu nominieren, was allerdings aufgrund von Formfehlern nicht gelang. Andrea Haselmann hatte nur einen Tag später ihren Austritt aus der CDU erklärt sowie ihre Einzelbewerbung bekanntgegeben.

Turnusgemäß wählen die Oschersleber am 22. März einen neuen Bürgermeister. Der langjährige Rathauschef Dieter Klenke (parteilos) wird nach 20 Jahren Amtszeit nicht mehr für den Chefsessel kandidieren.