Die Mitglieder der Ortsgruppe Osterweddingen des Kreisanglervereins Börde haben am Sonnabend am Biotop im Gewerbegebiet einen Arbeitseinsatz veranstaltet. Insgesamt 26 Arbeitseinsätze stehen im Jahr 2015 auf dem Programm der Angler.

Osterweddingen l Mit Sägen und Astscheren ausgestattet rückten am Sonnabend Mitglieder der Ortsgruppe Osterweddingen am Biotop im Gewerbegebiet an. Unter Anleitung und Mithilfe ihres Vorsitzenden Wolfgang Mayer sowie den Vorstandsmitgliedern Kerstin Gruetz, Ute Bierstedt und Klaus Reisner widmeten sich die Petrijünger der Pflege ihres Angelgewässers.

"Wir haben 90 Mitglieder, die aufgefordert sind, an den Arbeitseinsätzen teilzunehmen", sagte Birgit Gruetz. Die Frau aus dem Vorstand führte genau Protokoll, welches der Ortsgruppenmitglieder an dem Arbeitseinsatz teilnahm. Die genaue Buchführung hatte ihren Grund. Jeder der Angelsportfreunde muss laut Satzung der Ortsgruppe mindestens drei Arbeitseinsätze im Jahr absolvieren. Wer das nicht schaffe, müsse Geld in die Kasse einzahlen. Insgesamt stehen in diesem Jahr 26 Arbeitseinsätze auf dem Programm der Osterweddinger Ortgruppe.

Wie Kerstin Gruetz berichtete, sei es den Anglern nach den Bestimmungen des Naturschutzgesetzes nur bis Februar gestattet, die Sträucher, Hecken und Bäume rund um das Biotop im Osterweddinger Gewerbegebiet zu beschneiden. Allein drei Arbeitseinsätze werden deshalb zu Jahresbeginn von den Anglern durchgeführt. Ebenso sammelten die Angler Müll, der von Unbekannten rund das Gewässer entsorgt wurde. Bei späteren Arbeitseinsätzen wollen die Angler unter anderem das im Teich wachsende Kraut beseitigen.

Über die beiden Biotope, die die Osterweddinger im Gewerbegebiet bewirtschaften, hat die Angelortsgruppe im Jahr 2001 mit der Einheitsgemeinde Sülzetal, der die Gewässer gehören, einen Nutzungsvertrag abgeschlossen. Die Gewässer entstanden als Regenrückhaltebecken und Feuerwehrlöschteiche in den Jahren 1992 und 1993, als das Gewerbegebiet gebaut wurde. Sie werden zu 99 Prozent vom Oberflächenwasser gespeist, das von den versiegelten Flächen des Gewerbegebietes in die Teiche läuft.

Während sich die Angler um die Pflege der Biotope kümmern, ist die Einheitsgemeinde beim Abtransport der abgeschnittenen Äste behilflich. "Die Gemeinde unterstützt uns, wo sie nur kann", freute sich Kerstin Gruetz. Auch haben in den Jahren viele Sülzetaler die Umgebung der Biotope als Naherholungsgebiet und Auslauffläche für ihre Hunde entdeckt. Wobei sich die Angler wünschten, dass die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihre Vierbeiner doch gründlicher beseitigen würden. Die "Tretminen" rund um die Gewässer seien ein großes Problem.

Besetzt ist das Biotop mit Schleien, Karpfen, Hechten oder Plötzen. Diese Fische werden von den Anglern eingesetzt und auch bezahlt. Einmal im Jahr, immer am letzten Wochenende im Juni, veranstaltet die Ortsgruppe ein Angelfest. Dann messen die Kinder sowie die Erwachsenen beim Paarangeln in Form eines Hegefischens ihr Können bei verschiedenen Wettbewerben. Mit einem Alter von neun Jahren ist Bennit Krille das jüngste Mitglied der Osterweddinger Ortsgruppe. Eberhard Steinecke ist mit 90 Jahren der älteste Petrijünger.

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