Mehrere hundert Gäste haben am Sonnabend das Oschersleber Gymnasium besucht. Die Einrichtung hatte vor allem Schüler der jetzigen 4. Klassen sowie ihre Angehörigen eingeladen, um für sich als künftige Schule zu werben.

Oschersleben l "Wir wollen es schaffen, uns jeden Tag zu erfreuen", versprach Schulleiter Bernd Malkowski den Eltern zur Eröffnung der Veranstaltung in der vollbesetzten Aula. Das diesjährige Motto "Der Grund zur Freude - Es gibt ihn" sei daher nicht zufällig gewählt. Dass Menschen in ein Land wie Deutschland hineingeboren würden, in denen es weder Krieg noch Hungersnöte gebe, müsse den Schülern stets vermittelt werden. Anschließend führte der Oberstufenkoordinator Peter Kothe Details zum Schullaufplan und den Stundenplänen aus.

Währenddessen hatten sich die Grundschüler als Gäste des Gymnasiums eine Etage tiefer in der Wandelhalle gemütlich gemacht. Hier erlebten sie eine Probe der Schul-Theatergruppe. In dem Stück "Tschik" von Wolfgang Herrendorf geht es um ein russischen Jungen, der sich mit einem Deutschen aus "gutem Hause" anfreundet. Beide fahren durch Deutschland und werden dabei erwachsen. "Das Stück wollen wir im Frühjahr vor öffentlichem Publikum aufführen", sagte der Leiter der Theatergruppe, Volker Malkowski. Die künftigen Schüler des Gymnasiums lud er ein, später im Ensemble mitzuwirken.

Ab 10.30 Uhr konnten sich die Gäste im Lehrgebäude II in der Bruchstraße über den Unterricht, Projekte und Schulpartnerschaften informieren. Bereits von draußen war die Musik der Orchesterklasse gut zu hören. Selbstständig führten die Schüler der fünften und sechsten Klasse ihre eingeübten Stücke auf. "Bei der Orchesterklasse handelt es sich um eine besondere, ganzheitliche Förderung, bei der keine Vorkenntnisse erforderlich sind", betonte Nicole Kirmis vom Verein "Musikus", der das Projekt direkt begleitet. Sie rief dazu auf, sich frühzeitig für die Orchesterklasse anzumelden. Zur Wahl stünden Instrumente wie Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune, Tenorhorn, Tuba, E-Bass und Schlagzeug.

Eine Etage höher konnten sich die Gastschüler künstlerisch ausprobieren. "Ich freue mich auf das Gymnasium, weil hier auch meine Freunde sein werden", erzählte Lea Joyce Wedde, nachdem sie, unterstützt von Gymnasiast Tommy Lessman, einen Linolschnitt drucken durfte. "Die Schnitte sind Arbeiten aus den vergangenen Jahren", erklärte die Kunstlehrerin Dietlinde Wöltge ihrer künftigen Schülerin.

Unterricht zum Anfassen gab es auch in den Kabinetten der verschiedenen Naturwissenschaften. Im Biologieraum beispielsweise zeigten Modelle den Aufbau des menschlichen Auges oder die Anordnung der Organe. Im Physik-Kabinett konnte an Experimenten die Entstehung von Schwingungen nachvollzogen werden. Auch im Chemieraum wurde geforscht. So zeigte die neuntklässlerin Fiona Schütt der neunjährigen Michelle Pollack aus Krottdorf, wie Stoffgemische mithilfe von Filtration und Wärme getrennt werden können.

Im Raum für den Französich-Unterricht wurde das Austauschprogramm mit einer Schule bei Nantes vorgestellt. Seit sieben Jahren reisen Schüler der 7., 8. und 9. Klasse in die Stadt in Frankreich, während französische Schüler Oschersleben einen Besuch abstatten.

Gut besucht war auch die Cafeteria im Untergeschoss des Lehrgebäudes. Hier gab es unter der Federführung des Fördervereins des Gymnasiums Getränke und selbstgebackenen Kuchen. Die Erlöse aus dem Verkauf kommen dem Verein zugute, der damit unterschiedliche Schulprojekte unterstützen will.

   

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