23000 Euro hat die Bürgerstiftung Gröningen Vereinen, Kirchengemeinden sowie kulturell-sozialen Einrichtungen der Stadt zur Verfügung gestellt und jetzt im Rathaus feierlich übergeben. Bei der jüngsten Jahresausschüttung sind 13 von 22 Anträgen berücksichtig worden.

Gröningen l Der Förderverein der Gröninger Kindertagesstätte wird nun einige große Sechs-Sitzer-Krippenwagen wie auch ein paar Laufräder für die Mädchen und Jungen der Einrichtung kaufen. Die Gröninger Sportler werden sich eine Ballfanganlage anschaffen und die Krottorfer Schützen eine Toilettenanlage in Betrieb nehmen.

Das Geld für diese und für zehn weitere Projekte beziehungsweise Einrichtungen der Stadt Gröningen und ihrer Ortsteile kommt von der Bürgerstiftung Gröningen. Die hat bei ihrer jüngsten Jahresausschüttung insgesamt 23000 Euro verteilt.

"Wir wollten das Geld nicht klammheimlich, sondern auch nochmal ganz offiziell übergeben und dabei zudem die Verfahrensweise bei der Ausschüttung darlegen."

Stiftungsvorsitzender Teferi Gadisa

Bereits Ende vergangenen Jahres war den Nutznießern das Geld überwiesen worden, deren Vertreter aber jetzt nochmal ins Gröninger Rathaus eingeladen wurden, um die Zuwendungsbescheide feierlich zu übergeben.

"Wir wollten das Geld nicht klammheimlich, sondern auch nochmal ganz offiziell übergeben und dabei zudem die Verfahrensweise bei der Ausschüttung darlegen", sagte Teferi Gadisa zu Beginn der Veranstaltung. Und das hat der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung dann auch.

So haben die Teilnehmer unter anderem erfahren, dass für die erste Stiftungsausschüttung im Jahr 2013 elf Förderanträge gestellt worden waren, von denen zehn berücksichtigt worden sind. "Im zweiten Jahr sind nun 22 Anträge mit einem Umfang von insgesamt 54218 Euro eingereicht worden", so Teferi Gadisa: "Jedoch standen uns nur 23000 Euro zur Verfügung."

So habe der Stiftungsvorstand zunächst jeden Antrag ganz genau überprüft, ob er aufgrund der Stiftungssatzung überhaupt förderfähig ist. Nachdem dabei die ersten Anträge durch das Sieb gefallen waren, sei bei der Bewilligung der restlichen Anträge auch berücksichtigt worden, ob der eine oder andere Antragsteller möglicherweise bereits im Jahr zuvor eine größere Summe bekommen hat. In diesen Fällen sei der Antrag abgelehnt oder die beantragte Summe verringert worden. Mit dem Gesamtergebnis, dass schließlich von den 22 eingereichten Anträgen 13 mit der vollen oder gegebenenfalls auch nur mit einem Teil der beantragten Fördersumme berücksichtigt worden sind.

Diese 13 Zuwendungsbescheide sind nun im Sitzungssaal des Gröninger Rathaus an die Antragsteller übergeben worden.

"Wir fühlen uns verpflichtet, auch in Zukunft den Gröningern Gutes zu tun."

Windparkbetreiber Heiner Danzmann

Die Übergabe erfolgte im Beisein der Mitglieder des Stiftungsvorstandes, des Stiftungsrates sowie der beiden Stiftungsgeldgeber Hans-Jörg Cunow und Heiner Danzmann. Waren es doch Cunow und Danzmann als Betreiber eines Gröninger Windparks, die seinerzeit das Stiftungs-Startkapital von 150000 Euro auf das Stiftungskonto überwiesen hatten. Von dem nun einmal im Jahr die Zinsen oder auch weitere Spenden abgebucht und auf Antrag Vereinen, Kirchen, Initiativen und Personen, die sich beispielsweise um Kultur, Brauchtumspflege oder den Erhalt von Denkmälern kümmern, zur Verfügung gestellt werden. Auch der Schutz der Natur sowie Kinder- und Jugendarbeit sind laut Satzung der Bürgerstiftung förderfähige Aufgaben.

Und wie Heiner Danzmann nun während der jüngsten Fördermittelübergabe in seinem und im Namen seines Windpark-Partners Hans-Jörg Cunow sagte, "fühlen wir uns verpflichtet, auch in Zukunft den Gröningern Gutes zu tun." Der Windpark sei für 25 Jahre gedacht und in dieser Zeit noch einiges möglich.

   

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