Eine tierische Episode mit Happy End haben die Kameraden der Hohendodeleber Feuerwehr sowie der stellvertretende Stadtwehrleiter Sven Nevermann am Sonnabend am Rande eines Einsatzes erlebt. Kurzzeitig nahmen sie den ausgebüxten Windhundrüden Milo in ihre Obhut und sorgten für eine glückliche Familienzusammenführung.

Hohendodeleben l Nach der Alarmierung um 13.13 Uhr rückten 15 Hohendodeleber Feuerwehrleute gemeinsam mit drei Schleibnitzer Kameraden aus, um eine Ölspur auf der Straße zwischen Schleibnitz und Hohendodeleben zu beseitigen.

Auch Sven Nevermann war vor Ort. Als er sich über Hohendodeleben und Domersleben auf den Rückweg nach Wanzleben machte, kam ihm auf der Ortsverbindungsstraße kurz vor Domersleben ein Windhund entgegen. Von Herrchen oder Frauchen war nichts zu sehen und der Hund war sehr zutraulich. "Er kam auf mich zugelaufen und war ein ganz Lieber", erzählte Sven Nevermann. Der stellvertretende Stadtwehrleiter nahm sich des Hundes an und informierte die Polizei. Als der Hund trotz der Hundejacke, die er trug, vor Kälte zu zittern begann, bat er seine Kameraden aus Hohendodeleben um Hilfe. Kamerad Martin Gille holte das Tier mit dem Mannschaftstransportfahrzeug ins Feuerwehrgerätehaus. Der Windhund schien keine Probleme mit dem Autofahren zu mögen, denn er stieg bereitwillig ein. Unterdessen hatte die Polizei die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes in Kenntnis gesetzt, die weitere Schritte einleiteten und eine Tierpension mit der Abholung des Hundes beauftragte. Die Mitarbeiter der Tierpension kamen zeitnah, so dass dann auch Sven Nevermann zum zweiten Mal seinen Rückweg antreten konnte. Wieder wählte er die Strecke über Domersleben. Unterwegs fiel ihm ein langsam fahrendes Auto auf. Die Insassen schienen etwas zu suchen.

Nach einer kurzen Verfolgung bestätigte sich, dass das die Besitzer von Milo waren, die ihren ausgebüxten Hund schmerzlich vermissten. Der glücklichen Familienzusammenführung stand nichts mehr im Wege, denn auch die Mitarbeiter der Tierpension waren noch nicht allzu weit weg und drehten kurzerhand wieder um. Alle waren glücklich - auch Juno, die Windhunddame, die mit Milo und ihren Zweibeinern gemeinsam unterwegs war, bevor der Rüde allein verschwand.

Der Einsatz konnte um 16.10Uhr für beendet erklärt werden. Für die etwa 800 Meter lange Ölspur wurden insgesamt 32 Sack Bindemittel verbraucht, das sind etwa 640Kilogramm. Für die Hohendodeleber Feuerwehr war es der dritte Einsatz in diesem Jahr. Alle Alarmierungen im Januar erfolgten innerhalb der zurückliegenden Woche.

 

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