Ein arbeitsreiches Wochenende haben die Angler der DAV-Ortsgruppe Groß Germersleben hinter sich gebracht. Vereinschef Donald Dölle startete einen neuen Lehrgang für Fischereischeinbewerber, während 25 Vereinsmitglieder Kopfweiden an der Bode beschnitten.

GroßGermersleben l Gespannt hatten vor allem die Kinder auf den Stühlen in der Begegnungsstätte Groß Germersleben Platz genommen. Zehn künftige Nachwuchsangler wurden am Freitagabend mit ausreichend Lernstoff versorgt, um den Jugendfischereischein ablegen zu können. Diese Prüfung darf die DAV-Ortsgruppe Groß Germersleben selbst abnehmen. "Eigens dafür haben wir eine Prüfungskommission gebildet", erklärt Vereinsvorsitzender Donald Dölle.

Er begrüßte am Freitag auch 28 Erwachsene beim Lehrgang zum Erwerb des Fischerei-scheines. Drei Frauen unter ihnen werden den Friedfischschein ablegen. Für die DAV-Ortsgruppe ist es der inzwischen fünfte Lehrgang, den der Verein organisiert. Donald Dölle wird gemeinsam mit Björn Düwel den Männern und Frauen das große Einmaleins des Angelns beibringen. Dazu gehören Themenschwerpunkte wie Fisch-, Geräte-, Gewässer- und Rechtskunde. Wenn am 21. März in Haldensleben die Prüfung stattfindet, müssen die Lehrgangsteilnehmer für den "großen" Fischereischein 30 Pflichtstunden absolviert haben. Immer Freitagabend und Sonnabendvormittag findet der Lehrgang in Groß Germersleben statt.

Und während Donald Dölle und Björn Düwel die Theorie des Angelns vermittelten, starteten am Sonnabend 25 Petrijünger den ersten Arbeitsein-satz des Vereins an der Bode vor den Toren Groß Germerslebens. Am sogenannten Birkenwäldchen hinter der zweiten Bodebrücke stand der Kopfweidenschnitt auf dem Programm. "Die Kopfweiden prägen unsere Landschaft entlang von Bode, Sarre und Geesgraben bei Peseckendorf. Um die Bäume zu erhalten, beschneiden wir sie regelmäßig. Das macht unser Verein nun schon seit 30 Jahren", erklärt Donald Dölle.

Und gerade das regelmäßige Beschneiden sorge dafür, dass die Bäume bislang erhalten werden konnten. "Die Bäume, die wir heute von ihren langen Ästen befreien, stehen hier bestimmt schon 50 bis 60 Jahre", schätzt Vorstandsmitglied Peter Hoffmann.

Werden die Kopfweiden nicht regelmäßig von ihren langen Ästen befreit, brechen sie unter der Last auseinander.

Mit 25 Männern, die sich am Sonnabend am Arbeitseinsatz beteiligten, konnten zahlreiche Bäume beschnitten werden. An Ort und Stelle bauten die Petrijünger zudem Benjeshecken, in denen Vögel und Käfer ein neues Zuhause finden. "Mit dem Bau der Benjeshecken sparen wir uns den aufwendigen Abtransport der Äste", so Peter Hoffmann.

In den vergangenen Jahren hat die DAV-Ortsgruppe Groß Germersleben nicht nur regelmäßig Kopfweiden und auch Pappeln beschnitten, sondern auch neue Weiden gesetzt, die allesamt gut angewachsen seien, wie Donald Dölle kürzlich feststellen konnte.

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